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Zeuge zusammengeschlagen: Barßeler (20) wird verurteilt

Der junge Mann soll einen 15-Jährigen verprügelt haben – aus einem bestimmten Grund. In der kommenden Woche steht der 20-Jährige erneut vor Gericht.

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Symbolfoto: M. Meyer

Symbolfoto: M. Meyer

Wegen vorsätzlicher Körperverletzung hat das Jugendgericht am Cloppenburger Amtsgericht einen 20-Jährigen aus Barßel zu 6 Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Einem ein Jahr jüngeren Mitangeklagten wurde die Weisung erteilt, seine derzeitige Drogentherapie in einem Krankenhaus fortzusetzen. Die beiden jungen Männer sollen am Tattag in Barßel auf offener Straße einen 15-jährigen Jugendlichen attackiert haben.

Vor allem der 20-Jährige hatte sich den Feststellungen zufolge äußerst aggressiv gezeigt und dem 15-Jährigen mehrere Schläge ins Gesicht versetzt. Das Duo hatte den 15-Jährigen, der mit seinen Freunden unterwegs war, zufällig in Barßel auf der Straße getroffen. Und sofort setzte es für den 15-Jährigen Schläge. Aber warum das Ganze? Der Angeklagte brachte den 15-Jährigen mit irgendwelchen Drogendelikten in Zusammenhang. Das aber soll gar nicht stimmen.

Rache wegen belastender Aussage?

Vielmehr soll es so gewesen sein, dass der 15-Jährige in einem Ermittlungsverfahren gegen einen Freund des 20-Jährigen eine belastende Aussage gegen diesen gemacht haben soll. Das sollte offenkundig gerächt werden. Derartiges lässt das Gericht nicht durchgehen. Im Rahmen der Bewährungsauflagen muss der 20-Jährige, der keinen Ausbildungsplatz hat, 5 Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz schreiben und dem Gericht nachweisen.

Außerdem muss er bezahlte Sozialstunden verrichten und den verdienten Lohn als Schmerzensgeld an den 15-Jährigen zahlen. Der Barßeler ist bereits vorbestraft. Damit nicht genug. Wegen anderer Taten muss er sich schon in der kommenden Woche erneut vor dem Cloppenburger Jugendgericht verantworten. Bis dahin muss der junge Mann bereits 2 der 5 Bewerbungsschreiben für einen Ausbildungsplatz verfasst haben. Die muss er dann mitbringen. Für den 20-Jährigen steht einiges auf dem Spiel. Er könnte am Ende auch schnell zu einer Jugendstrafe verurteilt werden, deren Vollstreckung nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt wird.

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