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Zentralklinik Vechta wird baufachlich geprüft

Der Planungsausschuss des Landes findet Gefallen an dem neuen Krankenhaus Vechta/Lohne. Die Zulassung zur "vorrangigen baufachlichen Prüfung" bewertet die Trägerstiftung als "bedeutenden Schritt".

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Erste Ansicht des neuen Klinikgebäudes, das die heutigen Krankenhäuser in Vechta und Lohne ersetzen soll. Foto: Marienhospital Vechta

Erste Ansicht des neuen Klinikgebäudes, das die heutigen Krankenhäuser in Vechta und Lohne ersetzen soll. Foto: Marienhospital Vechta

Der Krankenhausplanungsausschuss des Landes Niedersachsen hat in Hannover beschlossen, die Planungen für ein neues Zentralklinikum Vechta/Lohne ernsthaft zu prüfen. Die Pläne im Landkreis Vechta wurden "zur vorrangigen baufachlichen Prüfung" zugelassen. Das teilt die Trägerstiftung der katholischen Krankenhäuser St. Marien in Vechta und St. Franziskus in Lohne mit. Der Vorstandschef der Schwester-Euthymia-Stiftung, Ulrich Pelster, spricht von einem "bedeutenden Schritt" auf dem Weg zur neuen Großklinik.

Im August 2019 haben die Krankenhäuser in Vechta und Lohne einen Antrag auf Zusammenlegung der beiden Häuser in einem zentralen Neubau beim Land Niedersachsen gestellt. Beantragt wurde ein Investitionsvolumen von 220 Millionen Euro. Der Förderantrag steht in Konkurrenz zu weiteren Krankenhaus-Fusionsprojekten in Niedersachsen. Unter anderem plant auch der Landkreis Diepholz die Zusammenlegung bisheriger Klinikstandorte in Diepholz, Bassum und Sulingen an zentraler Stelle. Die Investitionskosten aller Projekte übersteigt die zur Verfügung stehenden Fördergelder deutlich.

„Wir planen ein Klinikum mit einer Kapazität von 450 Betten. Unser wichtigstes Ziel ist die dauerhafte Versorgung der Menschen unserer Region auf einem hohen medizinischen und pflegerischen Niveau", ließ Vorstand Pelster verlauten. "Gleichzeitig sollen die Abteilungen eine attraktive Größe mit einem komplexen Spektrum haben. Dadurch gewinnen wir qualifizierte Mitarbeiter auch in einer ländlichen Region.“

Berät bei der Planung des Großklinikums: Der gebürtige Dammer Dr. Bernard große Broermann, Eigentümer der Asklepios-Kliniken. Foto: Marienhospital VechtaBerät bei der Planung des Großklinikums: Der gebürtige Dammer Dr. Bernard große Broermann, Eigentümer der Asklepios-Kliniken. Foto: Marienhospital Vechta

Offenbar seien die Verantwortlichen in der Landeshauptstadt von der Richtigkeit und Schlüssigkeit dieser Planungen überzeugt, werden in der Mitteilung Vechtas Landrat Herbert Winkel und die Bürgermeister Kristian Kater (Vechta) und Tobias Gerdesmeyer (Lohne) zitiert.

Die Schwester Euthymia-Stiftung, die Krankenhausgesellschaften Vechta und Lohne, der Landkreis Vechta und die Städte Vechta und Lohne haben im Dezember 2019 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, um gegenüber dem Land Niedersachsen die Ernsthaftigkeit des Projekts zu verdeutlichen. Unter anderem wird in diesem Vertrag die enge Zusammenarbeit bei der endgültigen Standort- und Grundstückswahl vereinbart. Diese sei weit fortgeschritten, teilte Pelster mit. Noch in diesem Herbst werde der Standort der neuen Großklinik bekannt gegeben. Sie soll künftig die Einzugsgebiete der bisherigen Hospitäler in Lohne und Vechta versorgen. 

Pelster teilte weiter mit, dass an den Planungen des Neubauprojekts mit Dr. Bernard große Broermann ein ausgewiesener Krankenhaus-Experte beteiligt sei. Der Gründer und Eigentümer der Asklepios-Kliniken, einem der größten Klinikbetreiber in der Bundesrepublik, ist gebürtiger Südoldenburg und wuchs in Damme auf. „Die geplante Zusammenlegung halte ich für richtig und zielführend“, wird große  Broermann in der Mitteilung der Schwester-Euthymia-Stiftung zitiert.

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