Wie Molberger Schüler zu Hühnerexperten werden
33 Küken sind in den vergangenen Wochen im Brutkasten der Grundschule geschlüpft und müssen versorgt werden. Nach den Ferien wird ein Gehege gebaut.
Bernd Götting | 26.03.2026
33 Küken sind in den vergangenen Wochen im Brutkasten der Grundschule geschlüpft und müssen versorgt werden. Nach den Ferien wird ein Gehege gebaut.
Bernd Götting | 26.03.2026

Eine der fünf Gruppen, die an der Grundschule Molbergen jetzt zu Hühnerexperten werden. Im Hintergrund Lehrerin Lena Freude, vorn Sozialpädagogin Sonja Vornhagen mit einigen Küken. Foto: Götting
Hinter den 74 Schülerinnen und Schülern der Molberger Grundschule liegen spannende Tage. Für ihr „Hühnerprojekt“ hatten die Kinder gemeinsam mit Lehrerin Lena Freude und Diplom-Sozialpädagogin Sonja Vornhagen 60 Eier in eine Brutmaschine gepackt. In fünf Gruppen aufgeteilt, beobachteten die Kinder rund 3 Wochen lang die unterschiedlich großen und verschiedenartigen Eier, die von Seidenhühnern, Silverudds Blå, Vorwerk-Hühnern, New Hampshire, weißen Legehybriden und großen sowie kleinen Wyandotten stammten. Dann kam Bewegung in die Sache: Das erste Piepsen war zu hören, die Schale wurde von innen angepickt, und schließlich schlüpfte das erste Küken. Inzwischen halten 33 zierliche und flaumige Wesen Kinder und Lehrer auf Trab, bei einigen sind schon die ersten Federn zu sehen, und der eine oder andere Hahn bildet den ersten Kammansatz. In den aktuell laufenden Osterferien sowie an den Wochenenden kümmern sich zwei Lehrerinnen um den gefiederten Nachwuchs, doch nach den Ferien geht es an die frische Luft. Draußen werden ein Gehege, sowie der von einem Spender aus Großenkneten gestiftete Hühnerstall aufgebaut. Neben dem Unterricht spiele das Hühnerprojekt der 3. und 4. Klassen auch für die Schulsozialarbeit eine wichtige Rolle. Laut Sozialpädagogin Sonja Vornhagen soll das Projekt die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung und in ihrem Verantwortungsbewusstsein fördern. Zudem würden die Kinder in diesem Projekt lernen, ihre Emotionen zu regulieren und ihre Verhaltensweisen an das Wohlergehen der Küken beziehungsweise der Hühner anzupassen. „Wir bilden die Kinder zu Hühnerexperten aus. Dazu werden wir sie auch in die Pflege der Hühner sowie in die Gestaltung des Geheges einbeziehen“, so Sonja Vornhagen. Zudem werde durch die Beobachtung des Aufwachsens der Hühner und die künftige Nutzung der Eier der Bildungsbereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) angestoßen und den Kindern die fachgerechte Haltung von Nutztieren nahegebracht.33 Küken von sieben verschiedenen Hühnerrassen

Kinder lernen die fachgerechte Haltung von Nutztieren
Trotz Arbeit und Verantwortung – inzwischen sind Schüler, Eltern und Lehrer der Grundschule von dem Projekt begeistert. Inzwischen traf sogar ein Sack Futter als Spende ein. Darüber würden sich die Beteiligten immer wieder freuen, schließlich müssten 33 Schnäbel versorgt werden.
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