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Wie Grundschüler zu Clowns und Artisten werden

Mit der Vorführung vor Eltern, Verwandten und Freunden endeten die Zirkustage an der Grundschule Varrelbusch/Falkenberg. Die Aktion soll die Gemeinschaft stärken.

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Buntes Spektakel: Effektvolle Akzente wurden bei den einzelnen Vorführungen dargeboten. Foto: Vorwerk

Buntes Spektakel: Effektvolle Akzente wurden bei den einzelnen Vorführungen dargeboten. Foto: Vorwerk

Youtube und Playstation stehen bei den Kindern hoch im Kurs, doch wenn der Zirkus in den Ort kommt, dann hat das immer noch eine besondere Anziehungskraft. Noch besser, wenn die Mädchen und Jungen selber zu Artisten werden, so wie am Freitag (4. November) in Falkenberg. Alle Kinder der 1. bis 4. Klasse schnupperten Manegenluft, präsentierten artistische Höchstleistungen und verblüfften das Publikum mit ihren Zaubertricks.

Der Vergleich zu elektronischen Medien passt auch deshalb ganz gut, weil in den zurückliegenden Jahren durch Homeschooling viele persönliche Treffen ausgefallen sind. Teilweise durften sich die Schüler gar nicht sehen oder nur in kleinen Gruppen. Das ist auch der Politik nicht verborgen geblieben, die das Projekt "Startklar in die Zukunft" aufgelegt hat. Dieser Fonds ermöglicht es Schulen, Gemeinschaft stiftende Veranstaltungen anzuschieben und dafür hat die Grundschule Varrelbusch/Falkenberg den Zirkus auf den Schulhof geholt.

Drahtseilakt: Sogar mit dem Fahrrad wurde balanciert. Foto: VorwerkDrahtseilakt: Sogar mit dem Fahrrad wurde balanciert. Foto: Vorwerk

"Eine Gemeinschaftsveranstaltung ist für uns auch deshalb etwas Besonderes, weil wir eine Schule mit 2 Standorten sind. Gemischt etwas zu unternehmen, ist nicht selbstverständlich", meint Schulleiterin Carolin Kühter. Das vom Land freigegebene Budget macht es möglich, dass die 63 Kinder in ganz andere Rollen schlüpfen. Ohne dieses Geld ist es für eine kleine Grundschule schwer, einen Zirkus, der sich auf den Umgang mit Kindern versteht, anzuheuern. "Ich kenne das aus anderen Schulen, die alle 4 Jahre ein solches Angebot machen, damit jedes Kind einmal mitmachen kann." Vorstellen könnte sie sich einen solchen Rhythmus auch für Varrelbusch und Falkenberg.

3 Tage wurde in der Schule geprobt

3 Tage wurde mit dem Circus Lieberum aus Bielefeld geprobt, damit am Freitagnachmittag den Eltern, Verwandten und Freunden eine perfekte Show geboten werden konnte. Und wenn es einmal einen Wackler auf dem Drahtseil gab, dann war das auch nicht schlimm und es wurde mit aufmunterndem Applaus motiviert. Jedes Kind hatte sich seine Rolle selber ausgesucht. Jonglage, Clownerie oder Turnkünste standen zur Auswahl und natürlich durften auch die Zaubertricks nicht fehlen. 

Kein doppelter Boden: Aus dem Publikum wurde eine Assistentin bemüht. Foto: VorwerkKein doppelter Boden: Aus dem Publikum wurde eine Assistentin bemüht. Foto: Vorwerk

Der pädagogische Gedanke dahinter: Jeder hat unterschiedliche Talente. Wer sich mit Mathe und Deutsch schwer tut, der ist vielleicht enorm geschickt mit den Händen, kann sehr gut balancieren oder ist besonders mutig, sich dem großen Publikum zu stellen. Die Idee, die Schulgemeinschaft zu stärken, ist in jedem Fall aufgegangen, wie bei der Generalprobe vor den Kindergartenkindern aus Varrelbusch zu spüren war.

Die Vorfreude auf die große Vorstellung am Nachmittag war nicht nur bei den Kindern groß. "Wir sind fast ausverkauft", hieß es noch am Vormittag von der Schulleitung und auch die Mädchen und Jungen konnten es kaum abwarten, ihren Eltern das Einstudierte vorzuführen. Und dann sogar in farbenprächtigen Kostümen und bunt geschminkt.

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