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Wenn kleine Piraten mal „Pipi“ müssen

Die Gemeinde errichtet ein Sanitärhäuschen in unmittelbarer Nähe des Traumspielplatzes am Barßeler Hafen. Es kann von allen Besuchern genutzt wird.

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Standort gefunden: Hier wird das Toilettenhaus im Barßeler Hafen aufgestellt. Die Erdarbeitern sind abgeschlossen. Foto:  C. Passmann

Standort gefunden: Hier wird das Toilettenhaus im Barßeler Hafen aufgestellt. Die Erdarbeitern sind abgeschlossen. Foto: C. Passmann

Der vor rund zwei Jahren eröffnete Traumspielpark am Bootshafen in Barßel boomt. Gerade bei schönem Wetter besuchen zahlreiche Kinder mit ihren Eltern den Spielplatz. Aber auch Touristen und Besucher tummeln sich auf dem Hafengelände Doch was ist, wenn plötzlich ein menschliches Bedürfnis auftritt. Wenn beispielsweise die kleinen Piraten mal „Pipi“ machen müssen.

Öffentliche sanitäre Anlagen sind fehl am Platz. Lediglich ein kleiner Toilettenwagen steht in der Nähe des Traumspielparks. Den hat der Betreiber des mobilen „Hafen-Cafés“, Oswald Eilers, aus Kamperfehn aufgestellt, damit seine Besucher nicht ganz den weiten Weg über das Hafengelände zu den Toiletten bei der Paddel- und Pedalstation auf sich nehmen müssen. Sie reichen ohnehin nicht aus, zumal sie auch von den Reisemobilfahrern genutzt werden und  in die Jahre gekommen sind.

Kurze Wege für kurze Beine

Doch nun ist Abhilfe in Sicht. In unmittelbarer Nähe des Traumspielplatzes auf einer Fläche im Bereich vor der im Osthafen vor Anker liegenden Museumstalk „Angela von Barßel“ lässt die Gemeinde derzeit ein Toilettengebäude in Form einer Containeranlage errichten. Die Erdarbeiten dazu sind bereits erfolgt.  

Die Schaffung der sanitären Anlagen wurde immer wieder in den Gremien der Gemeinde Barßel kontrovers diskutiert. Insbesondere ging es dabei um die Standortfrage nach dem Motto „kurze Wege für kurze Beine“ beziehungsweise ein Angebot  für Menschen mit Behinderungen. Bei der Standortfrage war aber auch wichtig, dass die neuen sanitären Anlagen für alle Hafenbesucher da sind und nicht nur für die Besucher des Traumspielparks.  

„In den nächsten Tagen werden die Container anrollen. Im Anschluss daran erfolgen die verschiedenen Anschlüsse. Wir gehen davon aus, dass das Toilettenhaus zum 1.Dezember genutzt werden kann. Der Standort ist ideal gewählt worden“, sagt Hartmut Willhaus, zuständiger Sachbearbeiter im Bauamt der Gemeinde Barßel.   Das Toilettenhaus sieht geschlechtlich getrennte Toiletten und Duschen vor. Es ist behindertengerecht ausgelegt.

„Aber auch äußerlich wird sich das Toilettenhäuschen der Umgebung anpassen. Der Container wird noch verkleidet, ähnlich wie beim Jugendzentrum. Außerdem wird es eine Dachbegrünung geben. „Das machen wir, da das Toilettenhaus etwas niedriger als der Geh- und Radweg an der Landesstraße 829 liegt und man dann nicht von oben auf eine helle Fläche schaut“, erklärt Willhaus.   In Zeiten von Corona hat die Gemeinde auch an die Hygienevorschriften gedacht. „Vor dem Toilettenhaus werden Desinfektionssäulen aufgestellt“, so der Bauamtsmitarbeiter.

Die Kosten für die sanitären Anlagen belaufen sich auf rund 220.000 Euro. Dafür erhält die Kommune aus dem Niedersächsischen Landesprogramm „Ziel-2“ eine Förderung von 73 Prozent. Spätestens Endes Jahres muss das Projekt abgeschlossen sein.

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