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Wenn Hüftgelenke minimalinvasiv ersetzt werden

Die im Dammer Krankenhaus angebotene Operationstechnik bedeutet für die Patienten eine geringere Belastung.

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Gelungene Operation: Sabit Hamzagic (Mitte) ist sehr zufrieden mit der minimalinvasiven Hüftoperation durch Hendrik Schrey (links) und Dr. Matthias Schlechter. Foto: Meier/SES

Gelungene Operation: Sabit Hamzagic (Mitte) ist sehr zufrieden mit der minimalinvasiven Hüftoperation durch Hendrik Schrey (links) und Dr. Matthias Schlechter. Foto: Meier/SES

Ein weiterer wichtiger Fortschritt im Leistungsangebot des Dammer Krankenhauses St. Elisabeth: Dort können nun im zertifizierten Endoprothetikzentrum der Orthopädischen Klinik des Hauses Hüftprothesen mit minimalinvasiver Operationstechnik über den vorderen Zugangsweg implantiert werden.

Davon profitierte nach einer Mitteilung des Hauses jetzt zum Beispiel der 54 Jahre alte Trockenbauer Sabit Hamzagic aus Münster, der auch aufgrund seiner beruflichen Belastung über so starke Schmerzen in der Hüfte klagte, dass er arbeitsunfähig war und dringend operiert werden musste.

Sein Münsteraner Orthopäde habe ihm eine Operation im Dammer Krankenhaus empfohlen, da es dort eine große Expertise für die moderne und schonende Operationsmethode gibt, bei der Muskeln, Sehnen und Blutgefäße bestmöglich geschont werden, ist in der Mitteilung weiter zu lesen. Der Münsteraner Patient habe sich überaus schnell erholt und den Einsatz von Chefarzt Hendrik Daniel Schrey und seinem Team gelobt.

Er freue sich, nun keine Schmerzen mehr zu haben und seiner Arbeit bald wieder nachgehen zu können, sagte der 54-Jährige. Sein Beruf sei für ihn sehr wichtig. Das Dammer Team habe es ermöglicht, ohne lange Wartezeiten für eine rasche Wiederherstellung seiner Einsatzfähigkeit zu sorgen.

Nach Worten des Chefarztes Schrey liegen die Vorteile der sogenannten AMIS-Operationstechnik (Anterior Minimally Invasive Surgery) im Vergleich zu konventionellen Hüftprothesenoperationen in den deutlich kürzeren Erholungszeiten der Patienten, einem geringeren Blutverlust, weniger Schmerzen sowie einem geringeren Bedarf an Narkosemitteln und Schmerzmedikamenten. Zudem sei diese Operationsmethode mit einem minimalen Ausrenkungsrisiko verbunden.

Hendrik Schrey hatte die Operationstechnik dem Vernehmen nach zusammen mit seinem Stellvertreter, Dr. Matthias Schlechter, eingeführt, der im Februar 2022 aus der Universitätsklinik Münster nach Damme gewechselt war und in diesem Zusammenhang ebenfalls über die notwendige Expertise und Erfahrung verfügt.

Methode ist nicht für jeden Patienten gleichermaßen geeignet

Allerdings betonen beide Ärzte, dass die minimal-invasive Methode nicht für jeden Patienten gleichermaßen geeignet sei: „Wir versuchen stets, für jeden Patienten die optimale Operationstechnik auszuwählen, abhängig von der individuellen Anatomie jeder einzelnen Person“, unterstrich Schrey. Die Nachfrage nach der minimal-invasiven Hüftprothese sei zuletzt kontinuierlich gestiegen. Der Chefarzt stellte dazu weiter fest, dass „unsere Patienten zunehmend teils weite Anreisen unternehmen, um sich in Damme operieren zu lassen“.

In der Klinik für Orthopädie des Krankenhauses finden nach eigenen Angaben jährlich mehr als 1800 Operationen am menschlichen Bewegungsapparat statt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Gebiet der Endoprothetik, also des künstlichen Gelenkersatzes an Hüfte, Knie oder Schulter. Neben Hendrik Schrey leitet Chefarzt Dr. Tom Berg die Klinik. Sichergestellt sei eine interdisziplinäre Betreuung der Patienten. So beginne die krankengymnastische Behandlung unmittelbar nach der Operation.

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