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Weihnachtsmarkt wird auf den Platz vor der Roten Schule verlegt

Verwaltung und Politik haben am frühen Montagabend die Entscheidung über den Standortwechsel getroffen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Aufbau in der Fußgängerzone bereits begonnen.

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Im Einsatz am Telefon: Der ehrenamtliche CM-Geschäftsführer Hubert Kulgemeyer war am Montag mit der Organisation des Aufbaus beschäftigt. Foto: Hermes

Im Einsatz am Telefon: Der ehrenamtliche CM-Geschäftsführer Hubert Kulgemeyer war am Montag mit der Organisation des Aufbaus beschäftigt. Foto: Hermes

Wie schwierig sich mitunter Veranstaltungen planen lassen in diesen Zeiten, musste Hubert Kulgemeyer am Montag einmal mehr feststellen. Ab 7.30 Uhr stand der ehrenamtliche Geschäftsführer von Cloppenburg Marketing (CM) in der Stadtmitte und koordinierte den (Nicht-)Aufbau der Eisbahn. Ein anschließendes Hin und Her dauerte bis in den frühen Abend hinein.

Die entsprechenden Firmen waren am Montag früh morgens schon vor ihm da, die Mitarbeiter wollten bereits abladen. Dabei stand die Entscheidung über den Standort des Weihnachtsmarktes zu diesem Zeitpunkt noch aus. Bürgermeister Neidhard Varnhorn hatte am Freitag angekündigt, die aktuelle Lage nochmals erörtern zu wollen. Somit musste auch der Lkw-Fahrer, der das große Kühlaggregat samt Zubehör liefern sollte, stundenlang untätig warten.

SPD hatte eine Verlegung auf den Marktplatz ins Spiel gebracht

Derweil saßen seit dem Vormittag die Abteilungsleiter im Rathaus zusammen, unter anderem stand auch der Weihnachtsmarkt auf der Tagesordnung. Um 14.30 Uhr ging dann die Nachricht an Kulgemeyer, dass der Markt wie gewohnt auf dem LzO-Vorplatz stattfinden soll. "Wir haben daraufhin angefangen, abzuladen", berichtet der Cloppenburger. Der Zeltboden, der als Grundfläche für die Eisbahn dient, wurde verlegt. Zudem wurde das schwere Kühlaggregat dort abgestellt.

Kühlaggregat: Der Lkw stand lange in der Fußgängerzone. Foto: HermesKühlaggregat: Der Lkw stand lange in der Fußgängerzone. Foto: Hermes

Nachmittags tagte dann der Verwaltungsausschuss, auch hier kam das Thema auf. Wie berichtet, hatte die SPD eine Verlegung auf den Marktplatz ins Spiel gebracht. Dieser Plan stieß offenbar auf breite Zustimmung des Gremiums. Dort soll der Markt nun eingezäunt werden, um eine bessere Einlasskontrolle (2G+) zu gewährleisten. Einlass gibt es demnach nur für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen können.

Stadtverwaltung will Gespräche mit Standbetreibern führen

Ob die Schausteller diesen Weg mitgehen, ist nach Angaben von Kulgemeyer noch offen: „Ihnen fehlt dort die Laufkundschaft“. Er selbst hat nach der Entscheidung des VA wieder einiges an Arbeit vor sich. In der Fußgängerzone muss wieder abgebaut und aufgeladen werden, alles wird anschließend zum Marktplatz gebracht. „Wie wir das Aggregat rübergekommen, weiß ich allerdings noch nicht“, so Kulgemeyer.

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht."Bürgermeister Neidhard Varnhorn

Am Montagabend meldete sich auch die Stadtverwaltung zu Wort. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Auf der einen Seite besteht der berechtigte Wunsch nach einer Rückkehr zu mehr Normalität. Auch für die Existenz der Standbetreiber ist der Weihnachtsmarkt von großer Bedeutung. Auf der anderen Seite steigen die Corona-Infektionen seit Tagen wieder enorm an mit erheblicher Auswirkung auf die Hospitalisierung und die Belegung der Intensivbetten“, erklärte Bürgermeister Neidhard Varnhorn in einer Stellungnahme.

Für den Markt in der neuen Form soll nun die Möglichkeit eines Testangebotes vor Ort sowie der Einsatz von mobilen Impfteams eruiert werden. Dies könne, zusätzlich zu den bestehenden Hygienekonzepten, zum heutigen Zeitpunkt ein tragbares Konzept für die Durchführung sein. Die Lösung auf dem Platz vor der Roten Schule sei ein vertretbarer Kompromiss zwischen einer Durchführung in „altbekannter Weise“ und der kompletten Absage, so Varnhorn weiter. Auf dieser Basis werde man nun Gespräche mit den Standbetreibern führen und im Anschluss eine gemeinsame Entscheidung treffen.

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