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Warum der Dammer Alexander Rubow nach Ameland fährt

So oft es geht, zieht es den 30-Jährigen auf die westfriesische Insel. Immer dann, wenn er als Betreuer der Ferienfreizeit mitfährt, die die katholische Pfarrgemeinde St. Viktor dort organisiert.

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Rückkehr auf eine kleine Insel: Alexander Rubow gehört zu den Leitern der Ferienfreizeit der katholischen Pfarrgemeinde St. Viktor auf Ameland. Foto: Röttgers

Rückkehr auf eine kleine Insel: Alexander Rubow gehört zu den Leitern der Ferienfreizeit der katholischen Pfarrgemeinde St. Viktor auf Ameland. Foto: Röttgers

„Auf nach Ameland!“ heißt es an diesem Dienstag für exakt 97 Dammer. Um 6.30 Uhr geht es bereits  mit 2 Bussen los. Nach 2 Jahren pandemiebedingter Pause findet die Ferienfreizeit der katholischen St.-Viktor-Pfarrgemeinde vor allem aus Sicht der Kinder und Jugendlichen endlich wieder statt.

In diesem Jahr macht Alexander Rubow das Dutzend voll

Einer derer, die mitfahren, ist Alexander Rubow. Er nimmt extra einen Teil seines Jahresurlaubs, um in dieser Zeit ehrenamtlich als Reiseleiter tätig zu sein. In diesem Sommer wird der gebürtige Dammer sogar schon sein "Dutzend" voll bekommen: Dann ist der 30 Jahre alte Rubow zum 12. Mal als Begleiter bei einer Amelandfreizeit der  Pfarrgemeinde St. Viktor mit dabei.

Zusammen mit 78 Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren geht es für den Katholiken auf die beliebte westfriesische Insel in der Nordsee. Das klappt aber nur, weil Alexander Rubow, Automobilservice-Berater und Fachkraft für Lagerlogistik, von seinem Arbeitgeber Car Service Hasse mit Inhaber Jörg Hasse in Damme stets die "volle Rückendeckung"  erhält, was die Urlaubsplanung anbelangt.

"Später habe ich dann eine eigene Messdienergruppe geleitet und war auch immer bei den Pfingstzeltlagern dabei."Alexander Rubow

Angefangen hat aller Enthusiasmus für Ameland bei Alexander Rubow in der 3. Schulklasse, als er selber Messdiener geworden ist. "Später habe ich dann eine eigene Messdienergruppe geleitet und war auch immer bei den Pfingstzeltlagern dabei", erinnert er sich. „Und so bin ich dann auch an die Ameland-Fahrten gekommen.“

Zusammen mit Birgit Grimme und Christina Hoffmann hat er auch dieses Mal die Lagerleitung inne. Das Trio hatte sich bereits Ende Februar erstmals getroffen, um mit den Planungen zu beginnen. Später folgten weitere Vorbereitungstreffen mit dem gesamten 12-köpfigen Betreuungsteam und den 4 Küchenfrauen, die ebenfalls mit auf Reise gehen.

"Ich habe schon immer gerne Sachen organisiert."Alexander Rubow

"Ich habe schon immer gerne Sachen organisiert", sagt Alexander Rubow. "Über meine ehrenamtliche Tätigkeit lerne ich ständig neue Leute kennen. Außerdem ist es ein schönes Gefühl, Kindern und Jugendlichen unbeschwerte Tage ermöglichen zu können, deren Familien womöglich gerade in der jetzigen, besonders schwierigen Zeit und aufgrund der angespannten finanziellen Situation nicht selber in Urlaub fahren können."

Denn die Ameland-Fahrten der Kirchengemeinde St. Viktor versprechen seit jeher viel Spaß, jede Menge Action und Abenteuer pur. Das wissen alle, die zumindest einmal mitgefahren sind.

Ameland ist ein beliebtes Ferienziel

Die zu den Niederlanden gehörende Insel ist ein beliebtes Ferien-, Reise- und Ausflugsziel für Familien, Camper mit Caravan, Schulklassen und natürlich jeder Menge Ferienfreizeiten. Seit mindestens 75 Jahren gibt es die Kinderfreizeiten auf Ameland.

Kinder und Jugendliche aus der Pfarrgemeinde St. Viktor steuern seit über 45 Jahren ihre „"Traditionsinsel" an, wie Alexander Rubow Ameland sie nennt. Viele neue Gruppenunterkünfte – die einzelnen "Lager" – seien so in den letzten Jahren hinzugekommen.

In den Sommerferien "boomt" es dort regelrecht, wenn bis zu 20.000 Jugendliche gleichzeitig die Insel bevölkern. Ameland selbst zählt übrigens weniger als 4000 Einwohner. "Dann finden jede Menge Ferienfreizeiten statt, alle wollen Spaß haben, und es ist immer etwas los“, erklärt der Dammer mit sichtlicher Vorfreude.

Viel "Action" ist für Kinder und Jugendliche angesagt

Für ihn und die anderen Organisatoren bedeutet die Fahrt aber keineswegs Erholung pur. "Wir haben maximal mal einen halben Tag frei, ansonsten kümmern wir uns von morgens bis abends um das Programm für die Kinder und Jugendlichen", erklärt Alexander Rubow. Ob Treckerfahrt, Inselolympiade oder Abendshow – rund um die Uhr ist für die Kinder und Jugendlichen "Action" angesagt.

Und wenn alle zu Bett gegangen sind, plant das Betreuerteam bereits den darauffolgenden Tag. Anschließend setzt sich Rubow noch vor seinen Laptop und berichtet in einem Blogg über das Tagesgeschehen. "Für die Eltern daheim, denn dann sind sie beruhigt", weiß der 30-Jährige.

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