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Warum Adelheid Hellebusch neuerdings auch Rikscha fährt

Weil ein Sponsor den Maltesern 75.000 Euro zur Verfügung gestellt hat, konnten 10 Rikschas angeschafft werden. Eines der Fahrzeuge ist jetzt in Damme unterwegs.

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Ein Ausflug ins Grüne: Begeistert von der Rikscha, die die Sozialen Dienste der Malteser haben, sind (von links) Christiane Römer-Wehming, Andrea und Hedwig Neteler, Natascha Labudda-Plöger (MHD) und Adelheid Hellebusch. Foto: Lammert

Ein Ausflug ins Grüne: Begeistert von der Rikscha, die die Sozialen Dienste der Malteser haben, sind (von links) Christiane Römer-Wehming, Andrea und Hedwig Neteler, Natascha Labudda-Plöger (MHD) und Adelheid Hellebusch. Foto: Lammert

Geliebäugelt hatte Adelheid Hellebusch, die Leiterin der Sozialen Dienste der Malteser in Damme, schon länger mit einer Rikscha für die Malteser. Jedoch scheiterte die Anschaffung lange am hohen Preis eines solchen Gefährts.

Sponsor stellte 75.000 Euro zur Verfügung

Doch dann hatte sie Glück. Ein Sponsor stellte den Maltesern in Deutschland 75.000 Euro für den Kauf von 10 solcher ganz spezieller Fahrräder zur Verfügung. Die restlichen Kosten trug die Hilfsorganisation.

Die Malteser im Kreis Vechta erhielten eine der Rikschen, die sie schließlich den Dammer Maltesern zur Verfügung stellten. Die können damit ihr ehrenamtliches Angebot um ganz besondere Fahrten erweitern.

Fahrzeug hat Reichweite von bis zu 60 Kilometern

Das Fahrzeug, das über einen Elektroantrieb mit einer Reichweite von bis zu 60 Kilometern verfügt, hat vorne eine 1,10 Meter breite Sitzbank, auf der bis zu 2 Personen sitzen können. Allerdings dürfen die zusammen nicht mehr als 160 Kilogramm wiegen. Über der mit zwei Anschnallgurten und einem barrierefreien Zugang – die Fußstütze lässt sich zum Ein- und Aussteigen herunterklappen – ausgestatteten Bank befindet sich ein Verdeck. Es schützt, je nach Wetterlage, vor Regen oder wie zurzeit vor allzu viel Sonne.

Adelheid Hellebusch und ihre Kollegin Christine Römer-Wehming sind nach den ersten Fahrten, darunter eine mit Hedwig und Andrea Neteler zur Tierwiese in Borringhausen, sehr angetan von der Rikscha. Sie lasse sich gut fahren. Auch den bislang so Chauffierten hätten die Ausflüge Spaß bereitet.

Fahrten sind grundsätzlich kostenlos

Die Fahrten in Damme und in die nähere Umgebung sind grundsätzlich kostenlos und können an jedem Wochentag erfolgen. Das Ziel und die Dauer legt der jeweilige Fahrer mit seinen Gästen fest. Spenden sind natürlich gerne gesehen. Nutzen können das Angebot Senioren sowie körperlich eingeschränkte Personen und Demenzerkrankte. Letztere können aber nur in Begleitung mitfahren. "Die Rikscha wird ausschließlich für solche Fahrten dienen", betonte Adelheid Hellebusch.

Sie möchte nun einen Fahrerpool aufbauen: "Wir werden die Fahrer schulen, wie sie die Rikscha richtig fahren." Die müssen zudem einen Erste-Hilfe-Kursus absolvieren. Zudem können sie an einer Schulung für den Umgang mit Demenzpatienten teilnehmen sowie an einer Präventionsschulung.


Info

  • Wer sich für eine Rikschafahrt interessiert oder dem Fahrerpool angehören möchte, meldet sich bei Adelheid Hellebusch unter der Rufummer 05491/9777914.

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