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"Wände ohne Welten" in Gedichtform

Miriam Bornewasser aus Friesoythe stellt ihr erstes Buch vor. Die 21-jährige Kunststudentin gestaltet auch das Cover und die Seiten.

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Junge Autorin: Miriam Bornewasser präsentierte in der Friesoyther Bücherei ihren ersten Band. Foto: Claudia Wimberg

Junge Autorin: Miriam Bornewasser präsentierte in der Friesoyther Bücherei ihren ersten Band. Foto: Claudia Wimberg

Sie schreibt, wenn sie etwas berührt. Mal gibt sie dabei viel von sich preis, mal sind es fiktive Gedanken, die Miriam Bornewasser in Gedichtform zu Papier bringt. „Wände ohne Welten“ heißt ihr erstes Buch, das die 21-Jährige aus Friesoythe über den Vechtaer Geest-Verlag herausgegeben hat.

Präsentation und Premiere erlebten nun Familie und Freunde im   kleinen Kreis auf Einladung der Friesoyther St.-Marien Bücherei unter der Leitung von Birgit Meyer-Beylage, die die Gäste begrüßte.

Das Cover des frisch gedruckten Werks gestaltete die Düsseldorfer Kunststudentin selbst und lockerte die 160 Seiten mit eigenen Grafiken auf. Die junge Autorin, die 2017 ihr Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium absolvierte, thematisiert persönliche Erfahrungen, sowie politische und gesellschaftliche Herausforderungen, Begebenheiten und Konflikte.

So erörtert sie beispielsweise die Phrase „Früher war alles besser“, als man noch schwarz-weiß denken konnte. In „Inselideen“ geht es um das Fremde und die Fremden, um abgrenzende Mauern „hoch und stark“ und die abschließende Frage: „Warum haben wir eigentlich keine Brücken gebaut?“

Keine Ahnung vom Leben, aber wissen, was DNA ist

„Vorstellen“ der Titel eines weiteren Gedichts, das das privilegierte Leben in der „Ersten Welt“ beschreibt, „in dem ich träumen kann, Rechtschreibung beherrsche, aber nicht immer anwenden muss, in dem ich keine Ahnung vom Leben habe, aber weiß, was eine DNA ist.“ Miriam Bornewasser geht es dabei auch im den verantwortungsvollen und unverantwortlichen Umgang mit Vergangenheit und Zukunft.

Heimat und Erwachsenwerden nehmen einen breiten Rau ein. Auch an ihren Erfahrungen, die sie bei einem sechsmonatigen Auslandsaufenthalt in Nordirland sammeln konnte, lässt sie ihre Leser teilhaben.

Zum Geest-Verlag sei sie über die Schülerakademie gekommen, an der sie während ihrer Zeit am AMG teilgenommen hat. Zum Programm zählte auch ein Schreibworkshop, bei dem sie erste Kontakte zum Verleger knüpfen und später mit ihren Gedichten überzeugen konnte, so dass es sie ab sofort in gebundener Form gibt.

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