Waldspielplatz erlebt eine Renaissance
Der Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre gestaltet den Spielplatz "Baumstadt" in Dwergte für knapp 100.000 Euro neu. Dafür gibt es Fördermittel.
Dennis Schrimper | 19.03.2021
Der Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre gestaltet den Spielplatz "Baumstadt" in Dwergte für knapp 100.000 Euro neu. Dafür gibt es Fördermittel.
Dennis Schrimper | 19.03.2021

So soll der neue Spielplatz aussehen: Bei der Anlage soll vor allem Holz zum Einsatz kommen. Entwurf: © Kolhoff Landschaftsarchitekten
Der Spielplatz „Baumstadt“ in Dwergte ist wohl jedem Molberger ein Begriff. Generationen von Kindern haben auf dem Gelände an der Großen Tredde getobt und gespielt. Doch zuletzt war sichtbar geworden, dass die Anlage in die Jahre gekommen war. Darum hatte der Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre die „Baumstadt“ mit allen Spielgeräten zurückgebaut. Laut einer Mitteilung waren sie nicht nur „altersbedingt abgängig“, sondern entsprachen auch nicht mehr den Sicherheitsanforderungen. Bis zum Sommer soll an gleicher Stelle für rund 98.400 Euro ein neuer Spielplatz entstehen. Finanziell unterstützt wird das Infrastrukturprojekt des Zweckverbands mit Mitteln der Leader-Region Soesteniederung in Höhe von mehr als 46.500 Euro. Hinzu kommen 5000 Euro von der Landessparkasse zu Oldenburg aus dem Lotteriespiel Sparen und Gewinnen. „Aufgrund seiner Lage, angrenzend an den Waldlehrpfad und in der Nähe vom Landal- Ferienpark Dwergter Sand und von der Thülsfelder Talsperre, war der Spielplatz von großer Bedeutung für die touristische Infrastruktur im Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre“, erklärt Maria Oloew, Geschäftsführerin des Zweckverbandes. Deshalb habe die Verbandsversammlung den Bedarf an einem neuen Spielplatz erkannt. „Mit der gesicherten Finanzierung im Rücken konnte der Auftrag für den Bau erteilt werden“, heißt es in der Pressemitteilung des Zweckverbands. Die neuen Spielgeräte befänden sich aktuell in der Fertigung. Der geplante Waldspielplatz in Dwergte besteht aus insgesamt sechs Spielelementen sowie Sitzelementen aus Baumscheiben. Die Landesforsten, denen das Areal gehört, haben außerdem zwei Picknickgruppen zugesagt. Bei der Neugestaltung des Geländes habe vor allem die harmonische Eingliederung des Spielplatzes in den umgebenden Wald im Vordergrund gestanden. Rampen, Spielgeräte und Bodenbelag bestehen aus Holz. Auf Edelstahl werde weitestgehend verzichtet. Zudem sei es den Planern und dem Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre wichtig, unnötige Barrieren zu vermeiden, Orientierungshilfen durch unterschiedliche Farbthemen und Handlaufseile zu geben und interessante Treffpunkte zu schaffen, teilt der Zweckverband mit. „Ich hoffe, dass der Waldspielplatz ein Ort der Begegnung für Kinder mit unterschiedlichen mentalen und physischen Voraussetzungen wird“, erklärt Oloew. Die Spielgeräte würden „sehr offen und luftig“ aussehen. Das bietet den Vorteil, dass sie von den verschiedenen Sitzmöglichkeiten gut eingesehen werden können – im Gegensatz zur früheren „Baumstadt“, wo viele geschlossene Bauteile vorhanden waren. Molbergens Bürgermeister Witali Bastian zeigte sich auf Nachfrage erfreut, dass der Spielplatz neu gestaltet werden soll. Am Tourismusstandort Dwergte werde wieder eine „Attraktion“ entstehen. Er selbst habe schon als Kind viel Zeit in der „Baumstadt“ verbracht. Besonders lobte der Verwaltungschef den inklusiven Ansatz bei der Neugestaltung, sodass auch Kinder mit Handicaps dort spielen könnten. „Es ist wichtig, dass wir diese Art von Spielplatz bekommen“, so Bastian. Es würden sicher wieder viele Familien diesen Platz ansteuern, um eine Rast einzulegen.Auf Edelstahl wird weitgehend verzichtet
Bürgermeister freut sich über "Attraktion"
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