So wenig Wasser wie in den vergangenen Monaten hat Veronika Bauer in ihrem bisherigen Berufsleben selten gesehen. Seit dem 1. Januar ist die Fachangestellte für Bäderbetriebe die
neue Schwimmmeisterin in der Visbeker Schwimmhalle, doch es gibt einen Haken: Aufgrund der Erneuerung des Hubbodens und des Einbaus eines neuen Edelstahlbeckens ist das Bad noch immer geschlossen. Die Wiedereröffnung ist laut einer Mitteilung der Gemeinde Visbek für den 1. Juni dieses Jahres geplant.
Für Veronika Bauer sei das kein Problem. „Es ist sehr interessant, die Arbeiten zu begleiten“, sagt sie. Als sie ihre neue Stelle antrat, habe sie gewusst, dass das Bad noch einige Zeit geschlossen sein würde. Für sie eine gute Gelegenheit, sich ausführlich und in Ruhe mit der Technik und den Gegebenheiten vertraut zu machen. Darüber hinaus habe sie die Zeit für Organisatorisches, etwa die Planung von Schwimmkursen, genutzt.
Veronika Bauer ist 26 Jahre alt und kommt aus Wöstendöllen. Ihre Ausbildung absolvierte sie von 2016 bis 2019 im Hallen-Wellenbad in Vechta, danach war sie bis 2021 im Hallen- und Freibad in Quakenbrück und zuletzt im Krandelbad Wildeshausen tätig. Ihre Liebe zum Schwimmen entdeckte Veronika Bauer als kleines Kind; sie schloss sich schon früh der DLRG Visbek an. Ein Schulpraktikum verfestigte dann ihren Wunsch, Schwimmmeisterin zu werden.
Betrieb sollte eigentlich eher wieder aufgenommen werden
Als die Stelle in Visbek aufgrund des Renteneintritts des bisherigen Schwimmmeisters Guido Kalvelage frei wurde, ergriff sie die Chance. „Visbek ist meine Heimat. Ich wollte mich weiterentwickeln“, sagt sie. Zudem sei es eine Herausforderung, an der sie wachsen wolle, da sie in Visbek als „Einzelkämpferin“ im Schwimmbad arbeitet.
Eigentlich sollte der Badebetrieb eher wieder aufgenommen werden, heißt es. Doch dann sei unter anderem festgestellt worden, dass die Beckenverrohrung erneuert werden muss, weil sie nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen entspricht. Die Arbeiten übernimmt die Firma C.D. Schmidt Aqua Technik aus Wildeshausen. „Wenn die Verrohrung fertig ist, starten wir mit dem Probeeinlauf des Wassers“, erklärt Christian Erdmann, zuständiger Mitarbeiter aus dem Visbeker Bauamt.
Außerdem würden aktuell noch die Fliesen durch die Firma Fliesenleger Haskamp aus Vechta erneuert. Auch der Schwimmmeisterraum, von dem aus Veronika Bauer den gesamten Badbereich überblicken kann, muss noch errichtet werden.