Organist Werner Haselier wurde jetzt mit der Ambrosius-Medaille ausgezeichnet. Clemens Lübbers, Diözesanpräses des Diözesan-Cäcilien-Verbandes, überreichte die Medaille an den 89-Jährigen.
Verliehen wird die Ambrosius-Medaille des allgemeinen Cäcilien-Verbandes (ACV), die im Gedenken an den heiligen Bischof Ambrosius geschaffen wurde, an Persönlichkeiten, die sich in außergewöhnlichem Engagement hauptberuflich oder ehrenamtlich um die Kirchenmusik verdient gemacht haben. Und das hat Garrels Organist Werner Haselier zweifelsfrei.
„Ihr Wirken hat Früchte getragen“, hebt Lübbers zu Beginn der Messe in der Pfarrkirche St. Peter und Paul hervor. Viele ehemalige Schüler Haseliers hätten auf unterschiedlichen Wegen Musik studiert. Sechs von ihnen umrahmten die Messe feierlich: Prof. Silvius von Kessel, Domorganist in Erfurt, gab an der Lobback-Orgel einen Einblick in sein Können. In einer Schola sangen Maria Laux, Rebecca Voss, Martin Kirchberg und Marita Barklage. Lübbers selbst ist ebenfalls ein ehemaliger Schüler und war Mitglied des Friesoyther Motettenchores, den Haselier gegründet und von 1969 bis 2000 geleitet hat.
Als einer, der fast Zeit seines Lebens Orgel gespielt hat, habe Haselier ständig mit Wind zu tun gehabt, zog Lübbers in seiner Predigt den Vergleich zum Matthäus-Evangelium „Der Sturm auf dem See“ (Matthäus 8, 23). Als Orgelsachverständiger im Offizialat Vechta brachte Haselier Lübbers und anderen Schülern bei: Die Windlade ist das Herzstück einer Orgel. Der hauptberufliche Lehrer sei seit mehr als 40 Jahren als Organist in St. Peter und Paul tätig und habe entscheidend daran mitgewirkt, dass die Lobback-Orgel 1980 in der Garreler Pfarrkirche eingebaut wurde.
Werner Haselier zeigte ein außergewöhnliches Engagement: Seit dem Jahr 1960 war er im Offizialat als Kirchenmusiker, vor allem als Orgelsachverständiger, tätig. Er war von 1974 bis 2002 Dozent in der kirchenmusikalischen Ausbildung und Gründungsmitglied der Ausbildung zum neben-amtlichen Kirchenmusiker. Den Madrigalchor Vechta leitete Haselier bis 1969 als er dann den Motettenchor Friesoythe gründete und bis 2000 leitete. Seine ersten Organistenstellen hatte der Kirchenmusiker in St. Marien Oldenburg und St. Georg Vechta, bis er 1980 seine Tätigkeit in Garrel aufnahm. Er initiierte Orgelkonzertreihen in Garrel und Friesyothe und veröffentlichte CDs mit Werken von Widor, Reger, Hindemith oder eigenen Werken. Auf diözesaner Ebene wirkte Haselier an der Kirchenmusikkommission für das Gotteslob mit. 1994 wurde ihm die Paulus-Plakette des Bistums Münster verliehen.