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Urlauber sitzen in Dubai im Hotel fest

Der Krieg in der Golfregion trifft tausende, darunter auch Reisende aus dem OM. Wer pauschal gebucht hat, dürfte es jetzt vergleichsweise einfach haben.

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Rauch über Dubai: Der Krieg am Golf hat den Luftverkehr zum Erlahmen gebracht. Foto: dpa

Rauch über Dubai: Der Krieg am Golf hat den Luftverkehr zum Erlahmen gebracht. Foto: dpa

Es sollte ein sonniger Urlaub werden. Doch statt am Strand zu liegen oder in den Einkaufstempeln Dubais zu shoppen, hat eine vierköpfige Familie aus dem Landkreis Cloppenburg die vergangenen Tage ausschließlich im Hotel verbringen müssen. Wie tausende andere Reisende sind auch sie vom Krieg in der Golfregion betroffen. Auf sich allein gestellt sind die Cloppenburger aber nicht. „Wir stehen in Kontakt“, sagt André Röckmann.

Die vier hatten ihren Dubai-Trip in seinem Löninger Reisebüro gebucht. Als er am Samstag in den Nachrichten vom Angriff Israels und der USA auf Ziele im Iran erfuhr, schwante Röckmann bereits nichts Gutes. Er fuhr seinen Computer hoch. „Es war mir klar, dass der Konflikt Auswirkungen auf den Flugverkehr haben würde. Die ersten Flüge waren bereits abgesagt worden.“ Die Familie hatte zum Glück eine Pauschalreise gebucht. „Ihr Reiseveranstalter nahm sofort den Kontakt auf und wird sich auch um den Rückflug kümmern.“ Dabei entstünden keine neuen Kosten, betont Röckmann. „Die Unternehmen haben dafür Rücklagen gebildet.“ Individualreisende seien dagegen auf sich allein gestellt. „Sie müssen sich mit dem Auswärtigen Amt in Verbindung setzen und auf eine schnelle Lösung hoffen. Flug und Unterbringung müssen sie aber selbst bezahlen.“

Weitere Reiseabsagen werden erwartet

Dubai ist ein wichtiges Drehkreuz für Asienreisende. Wer etwa nach Thailand oder auf die Seychellen möchte, wechselt hier den Flieger. Die iranischen Gegenangriffe sorgten nicht nur am Flughafen für Chaos. Am Samstag kam es auch zu Explosionen durch herabstürzende Trümmerteile abgefangener Raketen. Im berühmten Luxushotel „Burj-al-Arab“ brach ein Feuer aus. Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen, die im Hafen der Stadt ankern, durften aus Sicherheitsgründen nicht von Bord. André Röckmann hofft, dass es zu einer schnellen Beruhigung der Lage kommt. Für den Monat März sieht er allerdings schwarz. „Ich habe noch weitere Buchungen für die Region. Da kommen jetzt nach und nach die Absagen rein.“ Pauschalreisenden rät der Experte unbedingt zu warten, bis der Veranstalter sich von selbst meldet, um nicht auf den Stornokosten sitzen zu bleiben.

Fernreisen machen für Röckmann nur einen kleinen Teil des Geschäfts aus. Das Gros der Buchungen für den Sommer sei inzwischen abgeschlossen. Wie immer zieht es die meisten an die näher gelegenen Strände am Mittelmeer. Und die seien nach wie vor sicher, ist André Röckmann überzeugt.

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