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Unwetter: Land unter in Damme

Heftige Gewitter entladen sich seit Samstagnachmittag über den Landkreisen Vechta und Cloppenburg. Starkregen überflutete die Straßen in Damme. Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz (Update 23 Uhr).

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Das Wasser steht bis zu den Knien: In Damme sind mehrere Straßen sturzbachartig überflutet worden. Foto: Bernd Bergmann

Das Wasser steht bis zu den Knien: In Damme sind mehrere Straßen sturzbachartig überflutet worden. Foto: Bernd Bergmann

Die Luft war erst drückend schwül - dann folgten die vom Deutschen Wetterdienst angekündigten Gewitter. Und die hatten Unwetterpotenzial. Am späten Nachmittag traf es Damme besonders heftig. Zahlreiche Straßen standen kniehoch unter Wasser. Autos kamen gar nicht mehr voran.

270 Einsatzkräfte nach Damme beordert

Wie Jens Lindemann, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Vechta, am späten Samstagabend mitteilte, gingen quasi im Minutentakt mehrere Notrufe bei der Leitstelle in Vechta ein. Die Feuerwehr Damme brauchte dringend Unterstützung: 270 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren aus den Landkreisen Vechta und Osnabrück wurden nach Damme beordert.

Bei einem Industriegebiet und weiteren öffentlichen Gebäuden sei es zu Überflutungen gekommen. In gesamten Stadtgebiet, aber auch in den umliegenden Bauerschaften mussten zahlreiche Keller leergepumpt werden. Knapp viereinhalb Stunden nach dem Unwetter konnte der letzte der rund 65 Einsätze beendet werden. Das Ausmaß der entstandenen Schäden lässt sich noch nicht einschätzen. Auch in Friesoythe, Goldenstedt und Steinfeld standen vereinzelt Straßen unter Wasser.

Haus nach Blitzschlag unbewohnbar

Auch in den benachbarten Landkreisen sorgten die Gewitter für Schäden.  Im Landkreis Osnabrück mussten ebenfalls zahlreiche Keller leergepumpt werden. In Herzlake (Emsland) schlug ein Blitz in ein Wohnhaus. Die Bewohner versuchten vergeblich, den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Schließlich mussten sie von der Feuerwehr aus dem Haus gerettet werden. Das Feuer konnte zwar dann zügig gelöscht werden - am Haus entstand aber nach ersten Erkenntnissen ein derart großer Schaden, dass es unbewohnbar ist.

Foto: BergmannFoto: Bergmann

Die bereits am Samstagvormittag herausgegebene Vorwarnung vor extremen Unwettern blieb bis zum späten Samstagabend bestehen. Zumindest der Landkreis Vechta hatte gegen 20.30 Uhr das Gröbste überstanden. Die Wetterlage soll allerdings weiterhin instabil bleiben. Die Meteorologen sagen in der Nacht zu Sonntag weiteren Starkregen voraus. Im Laufe des Sonntags könnten sich erneut Gewitterzellen bilden, die Unwetterpotenzial haben.


- Bilder vom Unwetter aus Steinfeld -

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