Unfall stoppt Blaulichtfahrt mit Säugling: Rettungswagen kracht mitten in Vechta in Auto
Das Fahrzeug war mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs. Die Polizei ermittelt nach dem Unfall.
Lars Chowanietz | 15.03.2026
Das Fahrzeug war mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs. Die Polizei ermittelt nach dem Unfall.
Lars Chowanietz | 15.03.2026

Ein Rettungswagen ist in Vechta mit einem Pkw kollidiert. Foto: dpa
Ein Rettungswagen ist am Samstag bei einer Einsatzfahrt auf der Kreuzung Oldenburger Straße/Lattweg in Vechta mit einem Pkw kollidiert. Der Rettungswagen des Cloppenburger Deutschen Roten Kreuzes sollte wegen eines Notfalls einen Säugling aus dem Cloppenburger Krankenhaus in die Vechtaer Kinderklinik bringen. Die Mutter des Kindes und der Notarzt waren ebenfalls an Bord. Die Polizei ermittelt wegen des Unfalls mit drei beteiligten Fahrzeugen. Nach Angaben der Beamten war die Fahrerin des Rettungswagens, eine 44-jährige Rettungssanitäterin, mit Blaulicht und Martinshorn stadteinwärts auf der Oldenburger Straße unterwegs, als sie bei Rotlicht auf die Kreuzung fuhr. Zeitgleich kreuzte bei Grünlicht von links ein 65-jähriger Vechtaer mit seinem Pkw in Richtung Falkenweg. Der Rettungswagen krachte in das Auto des Vechtaers. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Pkw herum und rammte den Wagen einer 56-Jährigen auf dem Falkenweg. Die Vechtaerin hatte den Rettungswagen gesehen und hatte an der Kreuzung gehalten. Die Fahrerin des Rettungswagens und die 56-jährige Vechtaerin wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Sie wurden vor Ort von Rettungskräften ambulant versorgt. Der Säugling, seine Mutter und der Arzt blieben unverletzt. Dem Baby gehe es inzwischen gut, hieß es am Sonntag von der Polizei. Auch der 65-Jährige kam offenbar unverletzt davon. Die Unfallstelle liegt direkt neben der Wache des Vechtaer Rettungsdienstes der Malteser. Die Helfer waren kurz nach dem Unfall mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort. Nach Polizeiangaben wurden alle drei Fahrzeuge bei dem Unfall schwer beschädigt; sie waren nicht mehr fahrbereit. Angaben zur Höhe des Sachschadens machte die Polizei nicht. Die Kreuzung blieb nach dem Unfall mehrere Stunden gesperrt. Durch den Unfall waren aus den Fahrzeugen Betriebsstoffe wie etwa Öl ausgelaufen. Eine Spezialfirma musste die Straße großflächig reinigen. Unterdessen hat die Polizei Ermittlungen gegen die Fahrerin des Rettungswagens wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Auf Nachfrage erklärte aber ein Beamter: Die Ermittlungen seien in diesen Fällen Routine.Rettungskräfte schnell vor Ort

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