Etwas mehr als ein halbes Jahr ist es jetzt her, dass die Mitglieder des Ballsportvereins Vörden angefangen haben, ihr Vereinsheim zu sanieren. Lange haben die Vördener auf diesen Schritt gewartet. Die Anlage war einfach zu sehr in die Jahre gekommen. Bis Ende 2020 sollte der erste Bauabschnitt – die Grundsanierung des Daches – abgeschlossen sein. Zeit eine erste Bilanz zu ziehen. Was wurde bisher geschafft und welche Arbeiten stehen noch an?
"Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Fortschritt", sagt der erste Vorsitzende des Ballsportvereines Vörden, Frank Niepel. Der Verein sei mit den Sanierungsarbeiten schon weit gekommen. So sei in den vergangenen Monaten zunächst das komplette Dach erneuert worden. Daneben seien im gleichen Schritt auf der Nordseite Ausbauten im Obergeschoss integriert worden. "Somit steht uns im Obergeschoss deutlich mehr Nutzfläche zur Verfügung", erklärt Vorstandsmitglied Ansgar Brune.
Im neugestalteten Obergeschoss entstehen gerade 2 weitere Kabinen für die Sportler. An die Kabinen ist daneben jeweils ein Duschraum angeschlossen. Auch die Schiedsrichter können sich über eine neue Kabine im Obergeschoss freuen, die dort integriert worden ist. Der restliche Teil des Obergeschosses wird zu einem großen Multifunktionsraum umgestaltet, welcher unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten mit sich bringt.
Bis Mai soll das Obergeschoss fertiggestellt sein
Im oberen Teil des Gebäudes sei die Heizung bereits installiert worden. Diese laufe bereits seit Januar, berichtet Brune. Die gesamte Elektroinstallation sei zudem auch schon angeschlossen. Jetzt würde der finale Innenausbau auf der Agenda stehen. "Bis Ende März ist der Estrich drin und sind die Fliesen verlegt. In Kürze können wir tapezieren und den Räumen den Feinschliff geben", verspricht der Vereinsvorsitzende. Vorausgesetzt sei natürlich, dass es zu keinerlei Komplikationen kommen wird.
Sobald das Obergeschoss fertig sei, würden die Arbeiten im unteren Teil des Gebäudes fortgesetzt werden. Dort wird zunächst der Kabinentrakt kernsaniert. "Wir installieren zusätzliche WC-Anlagen und auch der Besprechungsraum wird renoviert", berichtet Brune. Auch werde der angrenzende Tribünenbereich vor allem von den Spielern der 1. und 2. Herrenmannschaft wieder auf Vordermann gebracht. Das werde noch so einiges an Zeit kosten.
"Wir planen Abschnitt für Abschnitt."
Frank Niepel, Vereinsvorsitzender BS Vörden
Dementsprechend gibt es auch keinen exakten Fertigstellungstermin. "Wir planen Abschnitt für Abschnitt", sagt Niepel. Anvisiert sei, dass bis Mai das Obergeschoss fertiggestellt werde. Bis zum Jahresende soll dann das gesamte Gebäude renoviert sein. Die beiden Vereinsvorsitzenden geben aber zu bedenken, dass in den Bauplanungen vorgesehen sei, dass der Umbau auch während des Spielbetriebes fortgesetzt werden soll. Der Zeitdruck sei darum nur gering. Brune und Niepel zeigen sich aber zuversichtlich, dass vor allem dank der vielen ehrenamtlichen Helfer die Sanierungsarbeiten schnell abgeschlossen werden können.
Planungen für die Aufnahme des Trainingsbetriebes laufen
Doch zurzeit ruht der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie sowieso. Diese hätte auch Auswirkungen auf den Verlauf der Bauarbeiten gehabt. Vor allem die Kontaktbeschränkungen hätten dabei zu kleineren Verzögerungen geführt.
Positiv bewerten wollen die beiden Vereinsvorsitzenden die Corona-Pandemie auch schon darum nicht, weil der Verein und dessen Mitglieder nicht trainieren könnten. "Alle scharren mit den Hufen und wollen loslegen. Wir planen auch schon fleißig für die Zeit danach", sagt der Vorsitzende.
Fußballer halten sich durch Individualtraining fit
Dazu zählt, dass zum einem am 11. September die Saisoneröffnung mit dem Förderverein gefeiert werden soll. Zum anderen sei aktuell noch für die erste Julihälfte die Sportwerbewoche geplant. Die Vereinsvorsitzenden betonen aber, dass dieser Termin relativ flexibel sei. Gleiches gelte auch für den üblichen Jugend Cup oder auch das Jugend Soccer Camp.
Hauptziel des Vereines sei es aktuell, die Mitglieder mit kreativen Angeboten zu halten. Für die Jugendmannschaften würden zum Beispiel kleine Challenges angeboten. Bei den Älteren gebe es etwa für die aktiven Spieler ein Laufprogramm. "Auch die Alte Herren Mannschaft hat sich auf die Pandemie eingestellt. Das traditionelle Grünkohlessen wurde vor kurzem virtuell abgehalten", berichtet Niepel. Alle hätten die Hoffnung bald wieder ein wenig Normalität im Verein zu haben, besonders wo das Vereinsheim solche Fortschritte mache.