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TV Dinklage freut sich über Neubau

Neue Umkleiden, sanitäre Anlagen, ein Büro für den Jugendleiter: Die 580.000-Euro-Investition am Schützenweg eröffnet den Fußballern neue Möglichkeiten.

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Vor dem Neubau auf Platz 1: Jugend- und Damenleiter Philipp Krapp freut sich über die vielen neuen Möglichkeiten. Foto: Böckmann

Vor dem Neubau auf Platz 1: Jugend- und Damenleiter Philipp Krapp freut sich über die vielen neuen Möglichkeiten. Foto: Böckmann

Passen und stoppen, flanken und schießen, jubeln und ärgern: Seit einigen Wochen herrscht auf der Fußball-Anlage des TV Dinklage am Schützenweg wieder ein reger Trainings- und Spielbetrieb. Es ist unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln eine gewisse Rückkehr zur Normalität in Zeiten der Corona-Pandemie. Wer für längere Zeit nicht mehr das "Wir-für-04-Trainingszentrum" mit seinen 4 Plätzen besucht hat, dem dürfte dennoch etwas auffallen: Denn der Neubau samt Umkleidekabinen, sanitären Anlagen und weiteren Räumen ist bis auf einige Kleinigkeiten fertig und wird bereits von den Mannschaften zum Umkleiden und Duschen genutzt.

Philipp Krapp als hauptamtlicher Jugend- und Damenleiter ist begeistert, als er aus seinem Büro aus der ersten Etage über die neuen Chancen spricht, die der Gebäudebau der rund 700 Mitglieder großen Abteilung eröffnet. Da wäre zum einen die Infrastruktur. In dem Gebäude gibt es nun 6 Umkleidekabinen (4 für die Mannschaften, 2i für die Schiedsrichter), 2 Lagerräume, einen Erste-Hilfe-Raum, einen Technikraum, einen Ballraum und ein Büro für Philipp Krapp (inklusive kleiner Küche) sowie ausreichend -  auch barrierefreie - Toiletten. Letzteres war mit der größte Missstand. Zuschauer und Spieler mussten dafür immer in das ein paar Hundert Meter entfernte alt-ehrwürdige Jahnstadion - der Herzkammer der Fußballabteilung - gehen.

Wenn man so will, dann ist das Trainingszentrum nach mehr als zweieinhalb Jahrzehnten endlich eine fertige, eigenständige Anlage. Auf den vorderen Plätzen 1 und 2 wird seit 1994 gekickt, auf den Plätzen 3 und 4 seit Beginn der Nuller Jahre. Was die Infrastruktur betrifft, waren die Nebenplätze also schlecht aufgestellt - denn es gab praktisch keine.

Nicht nur infrastrukturell, sondern auch organisatorisch und sportlich sind die Rahmenbedingungen nun wesentlich besser. Krapp freut sich vor allem über die kurzen Wege - für die Spieler (vor allem die Jüngsten), die Trainer und für ihn selbst. Zuvor hatte der Jugendleiter sein Büro im TVD-Sportpark. Jetzt ist er für die Betreuer direkt ansprechbar, kann Unklarheiten direkt ausräumen und Sitzungen einberufen. Spielberichte lassen sich sofort im Trainingszentrum ausfüllen und es gibt vieles mehr, was die Organisation erleichtert.

In dem Büro hängt auch ein Fernseher. Auf dem dürfen auch gerne Videospiele gezockt werden, wie Krapp schmunzelnd einräumt, aber dieser dient in erster Linie den Videoanalysen. Denn der 28-Jährige hat aus seinem Büro nicht nur einen Überblick auf alle vier Spielfelder, sondern kann auf Platz 1 auch Spiele filmen lassen. Eine Möglichkeit, die in der Vorbereitung schon einige Mannschaften genutzt haben.

Wir haben jetzt eine richtig coole Anlage mit tollen Plätzen“, sagt Philipp Krapp und findet, „dass wir dadurch als Verein auch attraktiver geworden sind. Es ist ein Zeichen, dass bei uns etwas passiert.“ Das gilt zum einen für die Trainer und Betreuer, die für ihre Arbeit bessere Rahmenbedingungen haben. Zum anderen auch bei der Verpflichtung von möglichen auswärtigen Spielern: „Wir haben ein Trainingszentrum, das Eindruck hinterlässt.“

Die Baukosten liegen laut Krapp, der selbst in der Kreisliga-Reserve stürmt, bei rund 580.000 Euro. Die Stadt Dinklage bezuschusste das Vorhaben mit 150.000 Euro, der Landessportbund mit 100.000 Euro. Den größten Teil der Kosten trug der TVD also selbst. In der Bauphase leisteten die älteren Mannschaften viele Arbeitseinsätze, ohne das das Projekt wohl nicht zu stemmen gewesen wäre. In besonderer Weise engagierten sich dabei der Technische Leiter Michael Schmidt, Platzwart Wolfgang Rottig und Wirt Marko Bühler.

Vor dem Neubau auf Platz 1: Jugend- und Damenleiter Philipp Krapp freut sich über die vielen neuen Möglichkeiten. Fotos: Böckmann
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Der Blick von oben.
Foto: Böckmann
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Hier haben rund 20 Spieler Platz: Philipp Krapp in einer der vier Kabinen, die alle jeweils mit Taktiktafeln ausgestattet sind.
Foto: Böckmann
Von hier hat er alles im Blick: Philipp Krapp in seinem Büro, in dem auch Besprechungen und Videoanalysen möglich sind.
Foto: Böckmann
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Foto: Böckmann
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Foto: Böckmann

Dinklages Bürgermeister Frank Bittner hatte seine Sicht der Dinge zum Neubau beim Richtfest vor einem Jahr mit einem Satz kurz und knackig auf den Punkt: „Hier entsteht etwas Gutes.“ Mit Bittner spricht sozusagen auch ein Fachmann. Denn der Verwaltungschef war früher selbst ein passabler Kicker und vor seinem Einzug in das Rathaus sowohl Spieler in der ersten Mannschaft als auch Jugend- und Herrentrainer. Der Bau sei längst überfällig gewesen, auch die Verkehrssicherheit würde sich jetzt verbessern. Bittner sagt: "Politik, Verwaltung und Verein haben hier etwas Tolles auf den Weg gebracht."

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