Alexandra Grothaus ist die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: Der Tier- und Freizeitpark Thüle hat seit dem 6. Mai nach langer Corona-Zwangspause wieder seine Pforten geöffnet. „Allerdings nur der Zoobereich und die Spielplätze“, schränkt die Park-Chefin ein. Der Freizeitbereich und das Restaurant müssen weiterhin geschlossen bleiben und für die Besucher gelten strenge Hygiene- und Abstandsregelungen.
Das gelte besonders im Personal- und Toilettenbereich, so Alexandra Grothaus. Hinweisschilder weisen überall auf die Anderthalb-Meter-Abstandsregelung hin, es gibt Spuckschutzscheiben im Eintrittsbereich und Desinfektionsmittel. Begehbare Tiergehege wurden zu „Einbahnstraßen“ umfunktioniert, damit Begegnungen von Besuchern verhindert werden. Wegen der Enge ist die Korallenaffenanlage davon ausgeschlossen.
„Eigentlich ist das Frühjahr besonders wichtig für einen Zoo.“Tierpark-Chefin Alexandra Groothaus
Wer noch sicherer gehen will, sollte einen Mundschutz tragen und sich Desinfektionsmittel mitbringen, rät die Geschäftsführerin des Parks. Große Abstände zwischen den Besuchern seien schon deshalb gewährleistet, weil der Tierpark insgesamt eine Größe von 17 Hektar habe.
Ein elektronisches Einlasssystem liefert laufend die aktuellen Besucherzahlen, so dass eine Überfüllung des Geländes mit zu hohen Besucherzahlen ausgeschlossen werden kann. Eine Ticketbegrenzung von vornherein oder eine vorherige Reservierung gibt es deshalb nicht.
Es war sehr leer in den vergangenen Wochen zwischen Affenhaus und dem Kata-Gehege. „Wenn es nun wieder losgeht, gehen für uns mit der behutsamen Öffnung harte, aber auch sehr emotionale sieben Wochen hoffentlich langsam zu Ende“, so Grothaus, „denn wir mussten durch die Pandemie-Schließung weiter unsere Pfleger und Futter für die Tiere bezahlen. Bei fehlenden Einnahmen keine leichte Situation.“
Sie stünden „mit dem Rücken zur Wand“, denn eigentlich sei das Frühjahr für einen Zoo besonders wichtig, vor allem die Osterferien zählten.
Tröstlich und hilfreich sei da der Beistand der Besucher gewesen, die dem Park in vielfältiger Weise, besonders durch die Übernahme von Tier-Partnerschaften, sehr geholfen hätten, bedankt sich die Tierpark-Chefin für die Unterstützung und Solidarität.