Theo Hinrichs: Um Menschen und Verständnis geworben
Nachruf: Theo Hinrichs ist mit 69 Jahren gestorben. Der Sozialarbeiter und langjährige freie Mitarbeiter der MT stellte sich stets ehrenamtlich in den Dienst.
Hubert Kreke | 10.11.2020
Nachruf: Theo Hinrichs ist mit 69 Jahren gestorben. Der Sozialarbeiter und langjährige freie Mitarbeiter der MT stellte sich stets ehrenamtlich in den Dienst.
Hubert Kreke | 10.11.2020

Nachdenklich trotz seines Humors: Theo Hinrichs im Kreis seiner Feuerwehrkameraden. Foto: Björn Lichtfuß
Es war nicht Sensationsgier, wenn Theo Hinrichs oft fast zeitgleich mit den Rettern am Unfallort, beim Brand mit seiner Kamera auftauchte - sachlich, nicht aufdringlich, sondern mit großem Verständnis und Respekt vor dem Einsatz für Menschen in größter Not. Denn er gehörte selbst der Freiwilligen Feuerwehr an und warb um Anerkennung dieses schweren Dienstes. Über Jahrzehnte stellte er seine Fotos - diskret, ohne die Opfer bloßzustellen - den Redaktionen zur Verfügung, auch als er nicht mehr Pressewart des Kreisfeuerwehrverbandes war – immer in Eile, oft hektisch, aber auch bereit zu einem kurzen Plausch, wenn es die Zeit erlaubte. Am vergangenen Samstag ist Theo Hinrichs im Alter von 69 Jahren gestorben. Geboren am 4. November 1951 in Werlte, fand Hinrichs in Cloppenburg und Essen seine berufliche und private Heimat. Seinen anerkennend gemeinten Spitznamen „Drogen-Theo“ erwarb er sich, weil er als einer der ersten Sozialarbeiter im Landkreis auf Drogenabhängige zuging, damals im Café Regenbogen an der Emsteker Straße, als „aufsuchende Sozialarbeit“ noch wie ein exotisches Fremdwort aus den Metropolen klang. Später wechselte er als Schulsozialarbeiter nach Essen, wo er jahrelang seinen Draht zu jungen Menschen mit Problemen nutzte. Im Handball engagierte er sich nicht nur als Spieler, sondern zudem ehrenamtlich. Über 20 Jahre arbeitete er im Vorstand der Handballkreis-Spielgemeinschaft mit. Sein Amt als stellvertretender Vorsitzender stellte er 2005 zur Verfügung. „Ich bin amtsmüde“, bekannte er damals schlicht und ehrlich. Die Feuerwehr war für den allein lebenden Wahl-Cloppenburger so etwas wie seine soziale Heimat. Schon 1970 trat Hinrichs in Werlte in den Dienst ein. Von 1984 bis 2014 war er in Cloppenburg aktiv. 14 Jahre lang führte er zugleich den 4. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Theo Hinrichs habe sich in dieser Zeit „große Verdienste“ erworben und werde für seine Kameradschaft und seine ehrenamtlichen Leistungen allseits geschätzt, betont Kreisbrandmeister Arno Rauer aus Garrel in seiner Würdigung. 2010 wurde ihm das Niedersächsische Ehrenzeichen für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr verliehen. Mit seinen ehemaligen Kameraden werden viele Vereinsvorstände und ehrenamtliche Gruppen zurückdenken an einen Berichterstatter, der viele Abende in Versammlungen verbrachte, tagsüber Termine wahrnahm und am nächsten Morgen für die Veröffentlichung in der MT sorgte. Seinen Einsatz, aber auch seine Persönlichkeit werden die Mitarbeiter der MT in respektvoller Erinnerung behalten. Die Trauerfeier findet im engsten Familienkreis statt. Der Familie gilt unser Mitgefühl.In Feuerwehr und Handball engagiert
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