Stadt Dinklage stellt Pläne für Wohngebiet vor
Bei Staggenborg entstehen 45 Grundstücke. Die Größen bewegen sich zwischen 1200 Quadratmetern und 600 Quadratmetern.
Frederik Böckmann | 04.03.2020
Bei Staggenborg entstehen 45 Grundstücke. Die Größen bewegen sich zwischen 1200 Quadratmetern und 600 Quadratmetern.
Frederik Böckmann | 04.03.2020

Quelle: Stadt Dinklage / Grafik: Von der Heide
Die Nachfrage nach Bauplätzen ist in der Stadt Dinklage ungebrochen. Die rund 40 Bauplätze für das Baugebiet „Höner Kirchweg“ im Nordwesten der Stadt waren bekanntlich siebenfach überzeichnet. Die bekanntlich gute Nachricht für alle Bauwilligen, die kein Grundstück bei der Verlosung erhalten haben, ist diese: In attraktiver Lage im Ortskern schafft die Stadt entlang der innerörtlichen Entlastungsstraße südlich der Goethestraße mit dem Baugebiet „Staggenborg“ weitere Wohnflächen. Diese Grundstücke werden im Rahmen des Erbbaurechts vergeben. Die Pläne, die noch geändert werden können, stellte Amtsleiter Michael Busch vor Kurzem im Bauausschuss vor. Die wichtigste Nachricht: 45 Grundstücke sollen im Wohngebiet geschaffen werden. Nach den Entwürfen haben diese eine Größe von 600 bis zu fast 1200 Quadratmetern. Auf den direkt an der Goethestraße gelegenen Grundstücken sollen Wohnhäuser mit bis zu vier Einheiten für den sozialen Wohnungsbau entstehen. Vorgesehen ist im zentralen Bereich ein rund 630 Quadratmeter großer Spielplatz. Um den Verkehr im Baugebiet möglichst gering zu halten, sind zwei Stichstraßen vorgesehen. Über die Eichendorffstraße im Westen soll ein Fuß- und Radweg angeschlossen werden. Die Erschließung erfolgt von der Goethestraße aus. Die Baureife soll Mitte 2020 erfolgen. Besprochen ist laut Amtsleiter Busch mit der evangelischen Kirche auch die Parkplatzsituation. Ein rund 1000 Quadratmeter großes Grundstück soll Stellplätze für die Kirchenbesucher bieten. Es führt ein Fußweg zum Gotteshaus. Denn bei Gottesdiensten oder Veranstaltungen kommt es vor der evangelischen Kirche an der Jahnstraße immer wieder zu Parkproblemen, was deshalb zu „Verstimmungen in der Nachbarschaft“ führt, wie Pfarrer Fridtjof Amling in der Dezemberausgabe des Gemeindebriefes schrieb. Grund: Besucher würden nicht nur auf beiden Straßenseiten ihre Autos abstellen, sondern sogar Einfahrten zuparken, „was für durchaus verständlichen Ärger bei den Betroffenen sorgt“. Apropos Parken: Entgegen erster Überlegungen sollen die Parkstreifen an der Goethestraße erhalten bleiben. Ausschussmitglied Joe Behrens (CDU) regte dafür einen Fahrradweg an. Wie Michael Busch erklärte, habe das Planungsbüro die Stellplätze empfohlen, um gerade den Mehrparteienhäusern das Parken zu ermöglichen. Markus Blömer (SPD) fragte, ob die Versorgung für „E-Mobilität“ ausreichend sei. Er regte an, die Häuser speziell in Bezug auf die Sonnenausnutzung auszurichten. Ulrich Heitmann (Bürgerforum) hält es derweil für sinnvoll, auch Ladesäulen für E-Autos aufzustellen. Naturschützer Heitmann brachte zudem diese Gedanken für das Wohngebiet ins Spiel. Eigentürmer sollten Zisternen als Wasserbehälter aufstellen. Außerdem sollten Steinbeete verboten werden. Bei höheren Gebäuden sollten Nisthilfen für Mausersegler und Mehlschwalben angebracht werden. Bürgermeister Frank Bittner freute sich schon im vergangenen Jahr, dass die Stadt in höchst attraktiver Lage Grundstücke veräußern kann. Fußballplatz, Tennisanlage und das Freibad sind in wenigen Hundert Metern erreichbar, in direkter Nachbarschaft ist die evangelische Kirche und die Discounter sind dank der Lage an der Entlastungsstraße schnell erreichbar. Auch zur City und den Schulen ist die Verbindung sehr gut.
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