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Stadt Cloppenburg will Herzog-Erich-Ring ab September ausbauen

Der Bauausschuss hat den Plänen der Verwaltung zugestimmt. Vorgesehen sind unter anderem eine Bushaltestelle und ein beidseitiger Gehweg. Der Umbau des Bahnübergangs verzögert sich.

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Viel Verkehr: Auf dem Herzog-Erich-Ring teilen sich Fußgänger, Radfahrer und Autos die Fahrbahn.  Foto: Niemeyer

Viel Verkehr: Auf dem Herzog-Erich-Ring teilen sich Fußgänger, Radfahrer und Autos die Fahrbahn.  Foto: Niemeyer

Zwischen all den Neubauten passt der schmale Feldweg nicht so recht ins Bild. Das soll sich aber bald ändern: Die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Verkehr haben in der vergangenen Woche den Plänen der Verwaltung zugestimmt, den Herzog-Erich-Ring in Cloppenburg auszubauen. Läuft alles nach Plan, könnten die Bauarbeiten für den Straßenabschnitt zwischen Kessener Weg und Bahnübergang im September starten, erklärte Bauamtsleiter Armin Nöh.

Neben einer neuen Asphaltdecke und einer LED-Straßenbeleuchtung ist ein beidseitiger gepflasterter Gehweg für Fußgänger vorgesehen, heißt es in der Beschlussvorlage. Außerdem sollen die Einmündungen zur Bertolt-Brecht- und der Siegfried-Lenz-Straße farblich hervorgehoben werden, wie in der Ausschusssitzung deutlich wurde. Grund ist die Rechts-vor-links-Regelung, die weiterhin gelten wird, so Nöh. Farbliche Markierungen auf der Fahrbahn sollen die Autofahrer zusätzlich auf die Vorfahrtsregelung hinweisen. Auf dem Herzog-Erich-Ring gelte künftig weiter eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometern pro Stunde.

Umbau des Bahnübergangs verzögert sich

Des Weiteren will die Stadt im Einmündungsbereich der Siegfried-Lenz-Straße eine beidseitige Bushaltestelle bauen. Parkstreifen für Pkw sind im Zugangsbereich des Regenrückhaltebeckens geplant. Auch Fuß- und Radwegverbindungen zum Regenrückhaltebecken sind laut Beschlussvorlage vorgesehen. Insgesamt führe der Straßenausbau zu einer versiegelten Fläche von 5300 Quadratmetern. Die Stadt plant mit Gesamtkosten in Höhe von 525.000 Euro.

Umbau wohl erst 2024: Das Eisenbahnbundesamt muss die Pläne der Stadt noch genehmigen. Foto: NiemeyerUmbau wohl erst 2024: Das Eisenbahnbundesamt muss die Pläne der Stadt noch genehmigen. Foto: Niemeyer

Wie Armin Nöh weiter erläuterte, ist auch ein Umbau des Bahnüberwegs östlich des Baugebiets notwendig. Der aber verzögert sich, weil die Stadt auf die Genehmigung des Eisenbahnbundesamts warten müsse. "Wir können froh sein, wenn der Bahnübergang 2024 saniert wird", sagte Nöh. Weiter erklärte er, dass die Stadt eigens ein Planungsbüro mit dem Umbau beauftragt habe und die Kosten dafür selber trage. Im Normalfall würde die Bahn zwar einen solchen Umbau planen und für die Kosten aufkommen, allerdings würden sich die Baumaßnahmen dann noch weiter verzögern.

Anwohner: zu schnell, zu laut, zu viel

Im Vorfeld der Bauausschusssitzung habe Nöh mit den Anliegern des Herzog-Erich-Rings gesprochen. Diese hätten ihm mitgeteilt, dass zu viele Autofahrer auf der Strecke "rasen", generell zu viel Durchgangsverkehr herrsche und es zu laut sei. Auch eine Neuplanung des Straßenausbaus sei im Gespräch gewesen, davon hätten die Anwohner aber Abstand genommen, um den Baubeginn nicht weiter zu verzögern.

Weiter erklärte Nöh, dass eine Tempo-30-Zone in dem Bereich rechtlich nur möglich wäre, wenn im Umkehrschluss die geplanten Gehwege wegfielen. Das aber würde die Straße unsicherer machen. Möglich seien hingegen geschwindigkeitsbegrenzende Baumaßnahmen. Hier brachte Nöh Bepflanzungen auf der Fahrbahn ins Spiel, wie sie zum Beispiel auf der Vahrener Straße zum Einsatz kommen. Bevor ein solche Beschluss zustande kommt, sollte die Stadt den Verkehr auf dem Herzog-Erich-Ring messen.

Höffmann: "Keine gute Planung vom Rat"

Gabriele Heckmann (CDU) hob das nochmal hervor. Wenn die Straße ausgebaut ist, müsse die Stadt Messungen durchführen. Danach solle man beraten, ob die Straße durch entsprechende Maßnahmen sicherer gemacht werden müsse.

Jan Oskar Höffmann (SPD) kritisierte den Straßenausbauplan scharf und sprach von einem "Geburtsfehler" in der Bauleitplanung. Insbesondere die Vorfahrtsregelung (rechts vor links) auf der Tempo-50-Strecke könne zu gefährlichen Situationen führen. Außerdem müssten Kinder ab 12 Jahren mit ihrem Fahrrad auf der Straße fahren und sich die Fahrbahn mit den schnell fahrenden Autos teilen. Er resümierte: "Das war keine gute Planung vom Rat."

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