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Sporthalle in Steinfeld bekommt 2023 ein neues Dach

Die Kosten liegen bei 1,168 Millionen Euro. Die Gemeinde hofft auf Fördermittel vom Land. Auf Anregung aus der Politik soll geprüft werden, ob die Installation einer Photovoltaik-Anlage möglich ist.

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Das Dach der Sporthalle in Steinfeld ist undicht. Das Architekturbüro "K2 Plan" hat jetzt die Planungen für eine Sanierung im Familien-, Kultur- und Sportausschuss vorgestellt.    Foto: Timphaus

Das Dach der Sporthalle in Steinfeld ist undicht. Das Architekturbüro "K2 Plan" hat jetzt die Planungen für eine Sanierung im Familien-, Kultur- und Sportausschuss vorgestellt.    Foto: Timphaus

Die Gemeinde Steinfeld lässt das Dach der Sporthalle Steinfeld sanieren. Die Kostenschätzung des Architekturbüros "K2 Plan" aus Vechta beläuft sich auf etwa 1,168 Millionen Euro. Das Geld soll im Nachtragshaushalt 2022 bereitgestellt werden. Die Gemeinde hat einen Zuschuss von maximal 400.000 Euro über die Richtlinie zur Förderung des Sportstättenbaus beim Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport beantragt. Nach Angaben der Kommune liegt aktuell noch kein Zuwendungsbescheid vor.

Während der Sitzung des Familien-, Kultur- und Sportausschusses am Mittwoch in der Aula der Don-Bosco-Schule stellte Hans Hermann Kruth die Planungen vor. Der Diplom-Ingenieur Architekt führte aus, dass in der Vergangenheit mehrfach Wasser in die Halle eingedrungen sei. Dies habe zu erheblichen Behinderungen beim Sport beziehungsweise zum Abbruch von Spielen geführt.

Kruth erläuterte, dass das Flachdach der Sporthalle im Jahr 1998 mit einer Aluminium-Trapezblech-Abdeckung versehen worden sei. Nachteil sei, dass der Werkstoff stark arbeite, sich also bei hohen Temperaturen ausdehnt. Außerdem seien nicht UV-beständige Krampen verwendet worden. Kruth ging darauf ein, dass im kalten, ungedämmten Dachraum die warme Luft kondensiere und abtropfe. Die darunter liegende Holzkonstruktion sei an vielen Stellen durchnässt.

Lieferzeit der Materialien beträgt teilweise Monate

Der Plan des Architekturbüros sieht nun vor, aus dem Kaltdach ein Warmdach zu machen. Dazu müssen die 1998er-Konstruktion wieder entfernt und die alte Dämmung mit Künstlichen Mineralfasern (KMF) ausgetauscht werden. Weiter sind die Rauchabzugskuppeln für die Entrauchung zu erneuern. Wie bei der Sporthalle in Mühlen kommt ein Foliendach für den Neuaufbau zum Einsatz. Das Vorhaben könnte voraussichtlich im Sommer 2023 umgesetzt werden.

Die Mitglieder des Fachausschusses stellten dem Planer einige Nachfragen. Peter Harpenau (CDU) wollte wissen, ob die Sporthalle theoretisch aufgestockt werden könnte. Dies verneinte Kruth. Bürgermeisterin Manuela Honkomp fragte, wie belastbar die Kalkulation sei. Kruth antwortete, dass es sich um eine Kostenermittlung mit aktuellen Preisen handle. Zu berücksichtigen sei, dass die Lieferzeiten teilweise Monate betragen.

"Die Installation einer Photovoltaik-Anlage sollten wir in jedem Fall möglich machen."Jörg Schlarmann, Mitglied der CDU-Fraktion Steinfeld

Bernard Zmijewski (UWG/SPD-Gruppe) regte an, bei der Rückkehr zu einem Flachdach auch die Option der Installation einer Photovoltaik-Anlage zu prüfen. Kruth teilte mit, dass die Statik dies voraussichtlich ermögliche. "Das muss aber noch abschließend geklärt werden."

Auch Harpenau machte sich für Photovoltaik stark. "Wir können es nicht von Privatpersonen fordern – und dann selbst eine solche Gelegenheit verstreichen lassen." Jörg Schlarmann sprang seinem Parteikollegen bei. "Die Installation einer Photovoltaik-Anlage sollten wir in jedem Fall möglich machen."

Kruth stimmte zu, dass es sich bei den etwa 1500 Quadratmetern um eine "schöne Fläche" handle. Er merkte an, dass eine Umsetzung aber relativ zeitnah erfolgen müsse. Das Foliendach habe ein "Mindesthaltbarkeitsdatum" von etwa 25 Jahren, eine Photovoltaik-Anlage werde mit 20 Jahren gerechnet. Zu klären sei dann noch, ob man den Strom selbst nutzen oder einspeisen wolle.

Kruth wies außerdem darauf hin, dass im 2. und 3. Schritt über eine Dämmung des Dachs sowie des gesamten Gebäudes nachzudenken sei. Erster Gemeinderat Oliver Netzband ergänzte hinsichtlich der Finanzierung, dass auch Mitteln bei der Kreisschulbaukasse angemeldet werden würden.

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