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Sparmaßnahme: Aquaferrum in Friesoythe schließt das Außenbecken

Um das Becken zu heizen, wird so viel Gas verbraucht wie für 32 Einfamilienhäuser. Die Temperatur in Duschen und Umkleiden soll aber nicht reduziert werden.

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Vorübergehend geschlossen: Das Außenbecken am Aquaferrum verbraucht nach Angaben des Betreibers mehr als ein Drittel der gesamten Wärmeenergie. Foto: Aquaferrum

Vorübergehend geschlossen: Das Außenbecken am Aquaferrum verbraucht nach Angaben des Betreibers mehr als ein Drittel der gesamten Wärmeenergie. Foto: Aquaferrum

Im Friesoyther Allwetterbad Aquaferrum bleibt das Außenbecken ab sofort und bis auf Weiteres geschlossen. Grund sind Sparmaßnahmen im Zuge der Energiekrise, heißt es in einer Pressemitteilung.

Energieeinsparungen seien auch in öffentlichen Einrichtungen das Gebot der Stunde. Dabei stünden vor allem die öffentlichen Schwimmbäder als sehr energieintensive Einrichtungen im Fokus der Betrachtung. Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe Stadt Friesoythe GmbH, die Betreiberin des Friesoyther Allwetterbades ist, sei nun übereingekommen, dass Außenbecken des Aquaferrums ab Oktober bis auf Weiteres zu schließen.

Alle Verbräuche nochmals analysiert

„Wir haben nicht zuletzt aufgrund der Energiekrise nochmals alle Verbräuche des Schwimmbades genau betrachtet und analysiert, um dem Aufsichtsrat zielführende Vorschläge unterbreiten zu können“, wird Badbetriebsmanager Timo Ukena in der Mitteilung zitiert.

Dabei sei deutlich geworden, dass das Außenbecken des Schwimmbades mehr als ein Drittel der gesamten Wärmeenergie verbraucht. „Das ist schon eine Hausnummer“, so Ukena weiter. „Mit den 700.000 kWh Gas, die das Außenbecken benötigt, könnte man auch 32 Einfamilienhäuser beheizen.“

Mehr Besucher verbrauchen auch mehr Energie

Da sei die getroffene Entscheidung nur logisch, bilanziert der Betreiber. Zur Frage, ob auch über weitere Energieeinsparungen diskutiert wurde, erklärt die Geschäftsführerin Heidrun Hamjediers: „Im Aufsichtsrat wurden verschiedene Optionen besprochen, die aber letztlich alle nicht zielführend sind. So haben wir die Wasser- und Raumlufttemperatur um ein Grad gesenkt, was sich bislang aber noch nicht als positiver Effekt messen lässt. Wir hatten in den letzten Monaten ein deutliches Mehr an Besuchern, die ja auch mehr Energie verbraucht haben als in den Vorjahren.“

Kälteren Duschen oder reduzierten Temperaturen in den Umkleiden erteilt die Geschäftsführung des Friesoyther Bades hingegen eine klare Absage. „Wenn wir öffnen, dann muss der Gast auch die Gewähr haben, dass die Temperaturen auf einem Niveau sind, dass man sich nicht gleich eine Erkältung einfängt.“

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