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Sozialer Briefkasten und die Stadt Löningen bringen Bänke auf Vordermann

Der Soziale Briefkasten und die Stadt Löningen gehen eine Kooperation ein: Insgesamt 37 Bänke sollen an der Hase restauriert werden. Durch das Projekt sollen junge Menschen gefördert werden.

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Legen los mit den Reparaturmaßnahmen: Jens Flerlage (Stadt Löningen, von links), Elfriede Bruns, Torsten Meyer, Kim Lampe, Hannah Kopmeyer (Stadt Löningen) und Thomas Willen (Erster Stadtrat) geben den Startschuss für die Kooperation. Foto: Wienken

Legen los mit den Reparaturmaßnahmen: Jens Flerlage (Stadt Löningen, von links), Elfriede Bruns, Torsten Meyer, Kim Lampe, Hannah Kopmeyer (Stadt Löningen) und Thomas Willen (Erster Stadtrat) geben den Startschuss für die Kooperation. Foto: Wienken

Aus Alt mach Neu: Der Soziale Briefkasten bringt in Kooperation mit der Stadt Löningen die Sitzbänke an der Hase auf Vordermann. Angefangen bei der Brockhöhe werden bis zum Hohen Ufer insgesamt 37 Sitzgelegenheiten überprüft und nach und nach erneuert. "Um die Bürger über die Reparaturen zu informieren, haben wir außerdem kleine Schilder angebracht. So wollen wir klarstellen, dass die Bänke nicht etwa zurückgebaut oder beschädigt wurden, sondern zeitnah instandgesetzt werden", erklärt Elfriede Bruns, Leiterin des Sozialen Briefkastens.

"Durch dieses Projekt können wir den Jugendlichen der Einrichtung direkt in der Praxis zeigen, dass nicht immer alles sofort weggeschmissen werden muss. Das Thema Werterhaltung hat schließlich nicht erst jetzt einen großen Stellenwert erhalten", sagt Torsten Meyer, Tischlermeister und fachpraktischer Anleiter.

Für die Instandhaltung der Sitzbänke werde zunächst geprüft, in welchem Zustand das Holz ist. In einem weiteren Arbeitsschritt werde es abgeschliffen und zwei- bis dreimal gestrichen. "Selbstverständlich werden wir so vorgehen, dass wir uns jede zweite Bank vornehmen, da die Instandsetzung doch ein paar Tage in Anspruch nehmen wird und wir Spaziergängern an der Hase weiterhin die Möglichkeit zum Rasten geben wollen", betont Meyer.

Hoffnung auf weitere Projekte

Aktuell seien 12 Jugendliche beschäftigt im Sozialen Briefkasten. Bei der Arbeit an den Bänken erhält Tischlermeister Torsten Meyer etwa Unterstützung von der Auszubildenden Kim Lampe. "Insgesamt ist es gut, dass wir mit den Jugendlichen rauskommen und Projekte außerhalb der Einrichtung realisieren können", so Meyer. Mit der Stadt könne er sich zudem eine weiterführende Kooperation vorstellen, nicht nur bezüglich der Bänke in der Innenstadt, sondern auch was zum Beispiel die Grünlandpflege im Stadtgebiet angehe.

Um die Bürger zu informieren, haben die Mitarbeiter des Sozialen Briefkastens Schilder entworfen. Foto: WienkenUm die Bürger zu informieren, haben die Mitarbeiter des Sozialen Briefkastens Schilder entworfen. Foto: Wienken

Der Soziale Briefkasten wolle den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine gute Basis geben, da sie mitunter aufgrund ihrer Lebenssituation auf weitere Unterstützung angewiesen seien. "Es ist wichtig, ihnen den Mehrwert von Arbeit zu zeigen. Da ist meiner Meinung nach auch der Staat gefragt. Statt die Jugendlichen zu sanktionieren, sollten für sie mehr Anreize geschaffen werden", findet Elfriede Bruns. Der Bundesagentur für Arbeit zufolge lag die Jugendarbeitslosenquote in Niedersachsen im August 2022 bei 5,7 Prozent, das Amt registrierte damit 27.145 Arbeitssuchende im Alter von 15 bis 25 Jahren.

Sozialer Briefkasten führt junge Menschen an den Arbeits- und Ausbildungsmarkt heran

"Wir sind sehr froh über die Kooperation und den tollen Service, den der Soziale Briefkasten bietet. Insgesamt finde ich, dass er, die Löninger Tafel und die Stadt einwandfrei miteinander vernetzt sind. Das soziale Engagement läuft einfach sehr gut", befindet Thomas Willen, Erster Stadtrat. Mit der Kooperation des Sozialen Briefkastens wolle die Verwaltung zudem noch einmal gezielt auf die wichtige Arbeit der Einrichtung hinweisen. "Unsere Einrichtung ist sehr froh über solche Projekte, weil wir schließlich auch unsere Finanzierung sicherstellen müssen", betont Elfriede Bruns.

Der Soziale Briefkasten sieht seine Aufgabe darin, Jugendliche unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt oder ein anderes Anschlussangebot (etwa Schule, Schulabschluss-Kurse) zu vermitteln. Die Einrichtung bietet berufsqualifizierende Maßnahmen für arbeitslose junge Menschen unter 27 Jahren, Langzeitpraktika für Schulverweigerer und berufsorientierende Praktika für Schüler.

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