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So sieht der Lockdown in Niedersachsen aus

Die Landesregierung hat die Punkte des bundesweiten Lockdowns ab dem 16. Dezember mit einer neuen Corona-Verordnung fixiert. Hier die wichtigsten Eckpunkte im Überblick.

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Symbolfoto: dpa

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Ganz Deutschland geht ab dem 16. Dezember in den Lockdown - und das zunächst bis zum 10. Januar. Die Landesregierung in Hannover hat am 15. Dezember die vereinbarten Maßnahmen mit einer neuen Corona-Verordnung fixiert. Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Kontaktbeschränkungen: Es gilt weiterhin die Beschränkung auf zwei Haushalte und maximal 5 Personen. Das gilt für den öffentlichen Raum und in privatem Rahmen (die eigene Wohnung, andere gschlossene Räume, auf Grundstücken und freiem Himmel). Kinder unter 14 Jahren sind nicht einzurechnen.
  • Die Ausnahme während der Weihnachtsfeiertage: Vom 24. bis 26. Dezember sind Feiern im privaten Rahmen und in der Öffentlichkeit mit einem größeren Personenkreis erlaubt.  Zuzüglich der Personen des eigenen Hausstandes dürfe es vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis sein - dazu zählen: Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Kinder, Enkel, Urenkel, sowie Geschwister, Geschwisterkinder einschließlich deren Mitgliedern des jeweiligen Hausstandes. Kinder unter 14 Jahren sind nicht einzurechnen.
  • Silvester: Zum Jahreswechsel gibt es keine Ausnahme bei den Kontaktbeschränkungen - sie wird durch ein generelles Ver- und Ansammlungsverbot in der Öffentlichkeit sogar verschärft. Diese Verbot gilt auch dann, wenn Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. Darüber hinaus wird bundesweit der Verkauf von Pyrotechnik verboten (Böller, Raketen).

    Update: Ursprünglich wurde auch das Mitführen und das Abfeuern von Feuerwerk untersagt - auch auf dem eigenen Grundstück. Dieser Punkt wurde am 18. Dezember durch das Oberverwaltungsgericht gekippt. Noch ist unklar, ob die Landesregierung auf das Urteil mit einer Neu- oder Umformulierung reagiert.
  • Gottestdienste / religiöse Veranstaltungen: Es gilt eine Beschränkung auf maximale Teilnehmerzahl in geschlossenen Räumen. Im Hygienekonzept muss außerdem eine Anmeldeformular für die Nachverfolgung von Kontakten enthalten sein. Besucher müssen während der Veranstaltung auch im Sitzen eine Maske tragen. Das Singen ist verboten.
  • Gastronomie: Gastronomische Betriebe bleiben geschlossen. Ein Außer-Haus-Geschäft mit Bring- und Abholdienst ist weiterhin erlaubt. Ausnahmen bleiben Rasthöfe und Raststätte an den Autobahnen zur Bewirtung von Berufskraftfahrern.
  • Schließungen: Bis zum 10. Januar müssen auch Studios für Elektrostimulastionstraining schließen. Gleiches gilt für körpernahe Dienstleister wie Friseure, Kosmetik- und Tattoostudios und Massagepraxen. Ausgenommen bleiben medizinische Dienstleister.
  • Einzelhandel: Der Einzelhandel muss ebenfalls bis zum 10. Januar schließen. Ausnahmen sind Lebensmittelmärkte, Lebensmittelstände auf Wochenmärkten, Getränkehandel, Abhol- und Lieferdienste, Reformhäuser, Drogeriemärkte, Apotheken, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Autowaschanlagen, Banken, die Post, Textilreinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Futtermittelhandel, Tierbedarfshandel. Groß- und Baumärkte dürfen für Gewerbetreibende öffnen. Märkte mit gemischten Angebot dürfen dann öffnen wenn ihr Schwerpunkt auf Lebensmitteln liegt. Ist dies nicht der Fall, dürfen sie nur Lebensmittel verkaufen. Weitere Ausnahme: Geschäfte dürfen den Verkauf online anbieten und die Kunden die Ware dann kontaktlos abholen lassen.
  • Alten- und Pflegeheime: Die Leiter der Einrichtungen müssen ein Hygienekonzept erarbeiten - dabei sollen die Besuchsrechte der Bewohner nicht unverhältnismäßig eingeschränkt werden. Besuchsverbote gelten automatisch beim Auftreten eines Coronafalls. Mitarbeiter müssen an zwei Tagen in der Woche einen Antigen-Schnelltest durchführen lassen.  Bei einer 7-Tagesinzidenz über 50 müssen Besucher (Angehörige oder Fremddienstleister) vor Betreten der Einrichtung einen Antigen-Schnelltest durchführen lassen. 

Die aktuelle und vollständige Corona-Verordnung gibt es hier zum Download.

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