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Sieht aus wie eine Smartwatch und im Ernstfall kann es Leben retten

Was André Seidel vom DRK-Kreisverband Cloppenburg beim Hausnotruf verändern will.

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Deutlich mehr Sicherheit: André Seidel präsentiert die neuen Armbandgeräte für den Hausnotruf 2.0, im Hintergrund zeigt ein Bildschirm die Kontrolle der Vitalfunktionen des Trägers. Foto: Götting

Deutlich mehr Sicherheit: André Seidel präsentiert die neuen Armbandgeräte für den Hausnotruf 2.0, im Hintergrund zeigt ein Bildschirm die Kontrolle der Vitalfunktionen des Trägers. Foto: Götting

Auf den ersten Blick wirkt es wie eine moderne Smartwatch oder ein schicker Fitness-Tracker – ein Accessoire, wie man es heute überall sieht. Doch hinter dem eleganten Display verbirgt sich weit mehr als nur die Uhrzeit: Im Ernstfall kann dieses Gerät zum Lebensretter werden. André Seidel vom DRK-Kreisverband Cloppenburg hält zwei dieser neuen Modelle in Händen. Es sind die Prototypen einer neuen Freiheit für Menschen, die gesundheitlich eingeschränkt oder oft allein sind. Während er die Geräte konfiguriert, blickt er bereits auf 26. Februar (Donnerstag): Ab 17 Uhr wird er diese Technologie beim Forum „Vorsorge“ im OM-Medienhaus in Emstek der Öffentlichkeit präsentieren.

1800 Menschen nutzen schon den Klassiker mit dem roten Knopf

Ein Hausnotrufsystem bietet das DRK in Cloppenburg schon seit Jahren erfolgreich an. Rund 1800 Menschen vertrauen bereits auf die Kombination aus Basisstation und dem bekannten roten Knopf an Halskette oder Armband. Für Angehörige bedeutet dieses System vor allem eines: Seelenfrieden. Man weiß die Eltern oder Großeltern auch dann in Sicherheit, wenn man selbst gerade im Beruf oder im Familienalltag steckt. Doch Seidel, ein Fan digitaler Innovationen, wollte den nächsten Schritt gehen: „Warum sollten wir eine Technologie, die heute ohnehin fast jeder am Handgelenk trägt, nicht nutzen, um das Notrufsystem zu verbessern?“ Unter dem Titel „Hausnotruf 2.0“ schlägt das DRK im Landkreis Cloppenburg nun ein neues Kapitel auf.

Sehen modisch aus und sind leicht lesbar: die mobilen Hausnotrufgeräte des DRK. Foto: GöttingSehen modisch aus und sind leicht lesbar: die mobilen Hausnotrufgeräte des DRK. Foto: Götting

Das neue Gerät erkennt Stürze und überwacht Vitalfunktionen

Die Favoriten auf Seidels Schreibtisch sind wahre Alleskönner. Sie sind leicht, intuitiv bedienbar und überwachen auf Wunsch die Vitalwerte. Der Clou: die integrierte Sturzerkennung. Sensoren registrieren typische Bewegungsmuster eines Falls und schlagen automatisch Alarm. Sollte etwas Ernstes passiert sein, bleibt die gestürzte Person nicht lange allein. Das Gerät löst einen Notruf aus, und das DRK prüft über die Sprachverbindung, die mit dem Armbandgerät besteht, sofort die Situation. Das funktioniert deutschlandweit und man braucht weder ein Handy noch muss man in einem W-LAN sein. Über den eingebauten „Locator“ wissen die Helfer des DRK auch sofort, ob sich die Person zu Hause aufhält. Und falls das Malheur irgendwo im Stadtpark oder an der Talsperre passiert sein soll, kann die Notfall-Uhr sogar geortet werden und die gesamte Rettungskette des DRK setzt sich in Bewegung.

So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben

„Diese Dienstleistung bringt ein massives Plus an Sicherheit“, betont André Seidel. Sie unterstütze den tiefen Wunsch vieler Senioren, so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Aktuell nutzen bereits 30 Personen im Landkreis das mobile System. Der Einstieg in die neue Sicherheit ist unkompliziert: Die Einrichtung der modischen Geräte übernimmt das DRK für eine einmalige Gebühr von 49 Euro. Die monatliche Miete startet bei 34,97 Euro – darin enthalten ist nicht nur die Technik, sondern das komplette personelle und logistische Sicherheitsnetz des Deutschen Roten Kreuzes.

  • Info: Das DRK stellt den Hausnotruf 2.0 am 26. Februar (Donnerstag) ab 17 Uhr im OM-Medienhaus im Rahmen der Ratgeberveranstaltung „Vorsorge zu Lebzeiten“ vor. Nähere Informationen und Tickets gibt es unter www.om-online.de/vorsorge.

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