Schwarzarbeit in der Baubranche: Osnabrücker Zoll leitet 13 Strafverfahren ein
Die Beamten haben unter anderem Baustellen im Landkreis Vechta und Diepholz überprüft – und wurden fündig.
Max Meyer | 17.06.2025
Die Beamten haben unter anderem Baustellen im Landkreis Vechta und Diepholz überprüft – und wurden fündig.
Max Meyer | 17.06.2025

Symbolfoto: Zoll Osnabrück
Wegen illegaler Beschäftigung, Scheinselbstständigkeit, nicht gezahltem Mindestlohn und Sozialversicherungsbetrug hat das Osnabrücker Zollamt am Montag (16. Juni) nach einer bundesweiten Razzia gegen Schwarzarbeit in der Baubranche 13 Strafverfahren eingeleitet. Überprüft wurden Baustellen in den Regionen Vechta, Diepholz, Emsland, Osnabrück und Nordhorn. Das teilt die Polizei am Dienstag mit. Laut Mitteilung wurden 156 Personen nach ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Zwölf ausländische Arbeitnehmer hatten keine gültige Arbeitserlaubnis. Deshalb leitete der Zoll gegen sie ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts ein. Über die aufenthaltsrechtlichen Folgen entscheidet die zuständige Ausländerbehörde. Außerdem wurde gegen einen Arbeitnehmer ein Verfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet. 39 Sachverhalte seien noch zu überprüfen. Unter anderem sei der vorgeschriebene Mindestlohn nicht gezahlt worden. In zwei Fällen ermitteln die Beamten wegen Sozialleistungsbetrugs. Außerdem bestehe der Verdacht, dass gegen sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten verstoßen wurde. In acht Fällen könnte es sein, dass Ausländer ohne erforderliche Arbeitsgenehmigung beschäftigt wurden. Die Ermittlungen dauern an.Zum Hintergrund:
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