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Schwarz-Weiß Kroge-Ehrendorf modernisiert sein Vereinsgelände

Die energetische Sanierung soll die laufenden Kosten reduzieren. 285.000 Euro investiert der Verein. Auch in der Sportklause tut sich etwas: Werner Knollenberg hat die Gaststätte übernommen.

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Trockenen Fußes in die Kabinen: Der Eingang zum Umkleidegebäude beim Sportverein Schwarz-Weiß Kroge-Ehrendorf hat ein Vordach erhalten. Die Sportklause betreibt künftig Werner Knollenberg (Mitte). Über die Modernisierung des Vereinsgeländes freuen sich der Vorsitzende Peter Willenborg (links) und Kassenwart Ludger Sandmann (rechts). Foto: Timphaus

Trockenen Fußes in die Kabinen: Der Eingang zum Umkleidegebäude beim Sportverein Schwarz-Weiß Kroge-Ehrendorf hat ein Vordach erhalten. Die Sportklause betreibt künftig Werner Knollenberg (Mitte). Über die Modernisierung des Vereinsgeländes freuen sich der Vorsitzende Peter Willenborg (links) und Kassenwart Ludger Sandmann (rechts). Foto: Timphaus

Mit dem sehnlichst erwarteten Ende des Corona-Lockdowns soll auch in die Sportklause Kroge-Ehrendorf wieder Leben einkehren. Dafür will ein alter Bekannter sorgen: Werner Knollenberg, langjähriger Wirt des Hahnenberger Hofes (heute Yilmaz Saalbetrieb) und Mitglied des Sportvereins Schwarz-Weiß Kroge-Ehrendorf, hat zum 1. Februar die Gaststätte übernommen. 

Der gebürtige Vördener ist im Landkreis Vechta ein bekanntes Gesicht. Ein Blick auf die Vita des Gastronomen bestätigt dies: 20 Jahre leitete Knollenberg das "Sir George" in Vechta, dann war er als Wirt im Festsaal Pröbsting in Damme aktiv. Von 1994 bis 2012 war der 65-Jährige im Hahnenberger Hof tätig, zuletzt führte er das Haus Münsterland in Neuenkirchen. Seit einigen Jahren betreibt Knollenberg überdies einen Imbissbetrieb mit fünf Wagen – "unter anderem mit einem festen Standplatz bei Werder Bremen".

Nun kehrt er nach Kroge-Ehrendorf zurück, wo er viele Jahre auch für die Bewirtung beim Sportfest zuständig war. "Wir bieten warme Küche und einen Partyservice. Die Sportklause ist ideal für Familienfeiern und von Fall zu Fall auch für einen Beerdigungskaffee", sagt Knollenberg. Als echte Sportgaststätte habe er natürlich auch Sky im Angebot.

Werner Knollenberg vor der Sportklause von Schwarz-Weiß Kroge-Ehrendorf. Seit dem 1. Februar betreibt der 65-Jährige die Gaststätte. Foto: TimphausWerner Knollenberg vor der Sportklause von Schwarz-Weiß Kroge-Ehrendorf. Seit dem 1. Februar betreibt der 65-Jährige die Gaststätte. Foto: Timphaus

Während des Lockdowns bietet der Gastronom sonntags ab 16 Uhr einen Außer-Haus-Verkauf von Speisen an. Bestellungen nimmt er unter Telefon 0178/7195446 entgegen. In wenigen Tagen werde er auch unter der Festnetznummer 04442/5984 erreichbar sein.

Peter Willenborg, Vorsitzender des Sportvereins, ist froh über den frischen Wind in der Sportklause. Er sagt zur Wiederbelebung: "Als Verein möchten wir nicht nur im sportlichen Bereich unseren Möglichkeiten entsprechend etwas anbieten, auch wenn das sicherlich unser Hauptanliegen ist, sondern auch unserer sozialen Verpflichtung nachkommen." Er fügt hinzu, dass es in Kroge-Ehrendorf ansonsten nicht so viele Möglichkeiten gebe, um soziale Kontakte zu pflegen.

Auf dem Vereinsgelände hat sich viel getan

Doch nicht nur in der Sportklause hat sich jüngst etwas verändert. Die Schwarz-Weißen stehen vor dem Abschluss einer mehrmonatigen Modernisierung ihres Vereinsgeländes mit verschiedenen Einzelprojekten. Willenborg sagt: "Wichtig war uns, dass die beantragten Maßnahmen zu einer energetischen Optimierung und damit Reduzierung unserer laufenden Kosten führen. Daher war der Einbau der Bewässerungsanlagen und die Installation neuer LED-Flutlichtanlagen für den Verein besonders wichtig."

Doch was hat sich konkret getan? Willenborg zählt zum einen die Installation einer neuen Zaunanlage für Platz 2 und den Nebenplatz auf. Zum anderen erfolgte eine Umrüstung der alten Flutlichtanlagen auf energiesparende LED-Technik. "Wir haben die Beleuchtung auf Platz 2 und 3 ausgetauscht. Unser Hauptplatz hat eine neue Flutlichtanlage inklusive Masten erhalten", sagt der Vorsitzende.

Auf den Plätzen 1 und 2 wurde eine Beregnungsanlage installiert. Der Sportverein hat einen neuen Brunnen gebaut und eine Pumpe angeschlossen. Momentan in Arbeit ist der Austausch der Bande, die die Schwarz-Weißen künftig nicht nur zu Werbezwecken und der Abgrenzung des Spielfeldes, sondern gleichzeitig auch als Zuleitung für die weitere Bewässerung nutzen möchten. Demnächst werden 2 Mähroboter für die Rasenpflege angeschafft.

Sportklause und Umkleiden sind frisch gestrichen

Im und am Sportlerheim hat der Verein eine grundlegende Sanierung vorgenommen. So wurde der Eingang zum Umkleidegebäude überdacht. Im Gymnastikraum wurde eine Raffstore-Anlage installiert. Der Maler hat der Sportklause und dem Umkleidegebäude einen neuen Innenanstrich verpasst.

Schwarz-Weiß Kroge-Ehrendorf investiert insgesamt 285.000 Euro in die Modernisierung des Vereinsgeländes und Sportlerheims. Die Stadt beteiligt sich mit 191.000 Euro. Vom Landessportbund erhält der Sportverein einen Zuschuss von 25.000 Euro. Die Bürgerstiftung Lohne unterstützt das Vorhaben ebenfalls mit einer Förderung.

Pandemie-Pause für den Arbeitseinsatz genutzt

Die Restfinanzierung erfolgt nach Angaben von Kassenwart Ludger Sandmann aus Eigenmitteln, die der Sportverein in den vergangenen Jahren angespart hat. "Außerdem haben sich viele Mitglieder mit Eigenleistungen eingebracht." Namentlich nennt er den 2. Vorsitzenden Lars Thole, der sich durch großes Engagement und besondere Tatkraft hervorgetan habe.

Beginn der Arbeiten war nach Angaben von Willenborg im August des vergangenen Jahres. In diesem Frühjahr soll das Projekt abgeschlossen werden. "Die Maßnahmen konnten weitgehend planmäßig umgesetzt werden." Die Corona-Pandemie habe sich positiv ausgewirkt, weil man sich bei den Arbeiten aufgrund des ruhenden Trainings- und Spielbetriebs nicht einschränken musste.

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im Vorfeld innerhalb des Vereins intensiv über den Bau eines Kunstrasenplatzes diskutiert worden sei. Nach Abwägung aller Faktoren – Willenborg nennt die Kosten, die fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung, die ausschließliche Nutzbarkeit für den Fußball, die möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Mikroplastik und dessen Auswirkungen auf Natur und Umwelt – habe man sich schließlich gegen einen künstlichen Bodenbelag entschieden.

SW Kroge-Ehrendorf will klimafreundlich werden

Ein eigener Brunnen zur Bewässerung, Warmwasser aus Photovoltaik, stromfressende Flutlichter ausgetauscht: Die Schwarz-Weißen sehen sich auf einem guten Weg, ein klimafreundlicher Sportverein zu werden. Demnächst wollen die Verantwortlichen außerdem das Vereinsgelände in Zusammenarbeit mit der Gartenplanerin Kristina Büscherhoff bienen- und insektenfreundlich gestalten.

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