Schützenverein Hinnenkamp: Andre Globisch erhält Verdienstorden und wird erneut Schießwart
Wer ist die beste Schützin, wer der beste Schütze? Hier gibt es alles zur Generalversammlung. Außerdem feierte der Verein einen „Methusalem“-Schützen für 50 Jahre Mitgliedschaft.
Schützenvorstand wieder komplett: Sascha Mattew (von links), Jürgen Droste, Karsten Krämer, Philip Landwehr, Pascal Möller, Anna Hüdepohl, Andreas Frankenberg, Nils Harms, Jannis Prues, Andre Globisch, Tim Böhmann und Marco Globisch. Es fehlt Beisitzerin Anina Junghans. Foto: Röttgers
Andre Globisch avancierte auf der diesjährigen Generalversammlung des Schützenvereins Hinnenkamp von 1903 im Clubraum zum „Mann des Abends“: Erst wählten ihn die mehr als 70 anwesenden Schützinnen und Schützen unter der souveränen Regie des Schützenpräsidenten Andreas Frankenberg bei den turnusgemäß anstehenden Neuwahlen einstimmig zu ihrem Schießwart wieder. Dann zeichnete ihn Schützenpräsident Frankenberg nach einstimmigem Vorstandsbeschluss auch noch mit dem diesjährigen Verdienstorden aus, was die Grünröcke mit anhaltendem Beifall honorierten. „Im letzten Jahr bist du sehr aktiv gewesen. Du hast keine Vorstandssitzung verpasst und bringst gute Ideen in die Vereinsarbeit ein“, würdigte Frankenberg seinen Vorstandskollegen.
Die Versammlung wählte Anna Hüdepohl, Anina Junghans und Philip Landwehr zu Beisitzern. Alena Frankenberg, Anina Junghans und Jano Schröder gehören nun dem Festausschuss an. Andre Hanusch wurde zum neuen Kindervater bestimmt, nachdem Marco Globisch seinen Posten abgab. Marie Böhmann wurde mit 103,4 Ringen neue Vereinsmeisterin, während Kurt Oevermann mit 91,7 Ringen den Titel bei den Herren errang. Marianne Frankenberg sicherte sich im Stechen den Jubiläumspokal.
Aber der „Abräumer“ des Abends hieß Dieter Sahlfeld: Er erhielt bei 102,4 Ringen den Sterni-Pokal, lag mit 15 Punkten beim Wanderpokal Freihand sowie mit elf Siegen beim Senioren-Pokal vorn und bekam beim sogenannten Leiterschießen auch noch eine weitere Sprosse verliehen.
Ulrike Droste-Bohne ist beste Schützin
Beim Kirchspielpokal in Hörsten ließ der Schützenverein Hinnenkamp mit 609,8 Ringen der Konkurrenz aus Campemoor, Hörsten und Vörden keine Chance. Ulrike Droste-Bohne war die beste Schützin mit 52 Ringen, während Tim Böhmann als bester Schütze ebenfalls 52 Ringe erzielte.
In der Jugend führte Lisa Torbecke die Liste der Monatssieger an, gefolgt von Laura Globisch und Fiona Bernhard. Letztere wurde mit 52,0 Ringen neue Vereinsmeisterin der Jugend. Petra Engelke gewann den Wanderpokal der Damen mit 22 Punkten, während Jürgen Droste den Wanderpokal der Herren mit 18 Punkten erhielt. Kassenwart Karsten Krämer wurde mit 52,1 Ringen Königspokalträger. Christoph vor dem Mesche erhielt die „große silberne Eichel“, Björn Böckmann und Jannis Prues die große goldene Eichel. Schießwart Tim Böhmann wurde mit der Goldenen Schnur ausgezeichnet.
Dank für ihr Lebenswerk: Schützenpräsident Andreas Frankenberg dankte Hilde Schröder für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Schützenverein. Foto: Röttgers
„Aktuell zählt unser Verein 379 Mitglieder“, bilanzierte Schützenpräsident Frankenberg in seinem Jahresbericht, dem selbst sogar die nur alle fünf Jahre zu vergebende Kaiserwürde zuteil wurde. 13 Neuzugängen stünden acht Austritte entgegen, sodass der Verein im Vergleich zum Vorjahr um ein Mitglied reicher sei. Ein ganz besonders prominenter Neuzugang hieß Klaus Rüdiger. Hörstens amtierender Schützenpräsident ist nun auch ordentliches Mitglied im befreundeten Schützenverein Hinnenkamp und wohnte der Versammlung nun stimmberechtigt bei.
Mit einem dreifachen „Horrido“ ehrte der Verein seinen „Methusalem-Schützen“ Bernhard Buck. Der 75-Jährige gehört seit einem halben Jahrhundert „seinem“ Verein an, würdigte Frankenberg. 2009 regierte Buck zusammen mit seiner Ehefrau Roswitha als Schützenkönig, fast ein Jahrzehnt lang engagierte er sich darüber hinaus als Beisitzer im Vorstand. Für ihr „Lebenswerk“ und Wirken im Schützenverein zeichnete Frankenberg Hilde und Heinz Schröder aus. Berthold Torbecke erhielt in Abwesenheit Dank für seinen Einsatz beim Frühschoppen.
Hallendach-Renovierung: Hohe Kosten kommen auf Schützen zu
Im kommenden Jahr kommen auf die Schützen aus Hinnenkamp mit der Renovierung des Hallendaches hohe Summen zu. 2027 solle die Schützenhalle für rund 130.000 Euro ein neues Blechdach, in der Halle eine neue Dämmung und eine insgesamt etwas tiefere Decke bekommen, blickte Frankenberg nach vorn. „Wenn wir 1140 Stunden Eigenleistung erbringen, reduzieren sich die Kosten auf rund 76.000 Euro“, rechnete Frankenberg vor, der sich auch um Fördermöglichkeiten kümmern wolle. „50.000 Euro auf 10 Jahre als Kredit? So lange können wir nicht sparen“, rechnete auch Kassenwart Krämer vor. „Wir wollen unsere Schützenhalle erhalten. Sie ist vor Ort unser einziger Treffpunkt“, warb auch Jens Torbecke um Unterstützung und Zustimmung. Konkrete Zahlen werde es auf der kommenden Jahreshauptversammlung geben, die bedingt durch einen zeitigen Dammer Carneval am 30. Januar des nächsten Jahres schon am 23. Januar 2027 stattfinden werde.
Dann stehen auch die turnusgemäßen Wahlen des Präsidenten, Schießwartes und eines Beisitzers an. Bis dahin wolle der Verein sich Gedanken zu Fördergeldern, Events und Spenden machen. Übrigens: Die erste Einzelspende eines Schützen in Höhe von stattlichen 1000 Euro ging noch am selben Abend ein. Zum Vergleichsschießen treten die Schützinnen und Schützen am 27. Februar (Freitag) um 19 Uhr in und gegen Ossenbeck an.
Info: Mehr zum Schützenwesen aus Hinnenkamp gibt es unter www.hinenkamp.de.
50 Jahre Vereinstreue: Bernhard Buck gehört seit 5 Jahrzehnte dem Schützenverein Hinnenkamp an. Foto: Röttgers
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