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Schüler sammeln Ideen, wie sie sich engagieren können

Ob Blutspende-Aktion oder auch ein Besuchsdienst für die Kinderkrankenstation. Die Ideen der Albert-Schweitzer-Schüler im ersten Workshop des Projektes „Löppt! Mitnanner“ waren vielfältig.

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Beim Projekt „Löppt! Mitnanner“ an der Albert-Schweitzer-Schule entwickelten Schülerinnen und Schüler eigene Ideen für ehrenamtliches Engagement und setzten sich mit ihren persönlichen Stärken auseinander. Foto: Stadt Cloppenburg/Westerkamp

Beim Projekt „Löppt! Mitnanner“ an der Albert-Schweitzer-Schule entwickelten Schülerinnen und Schüler eigene Ideen für ehrenamtliches Engagement und setzten sich mit ihren persönlichen Stärken auseinander. Foto: Stadt Cloppenburg/Westerkamp

Wie fühlt es sich an, gebraucht zu werden? Was kann ich gut? Und wie kann daraus ein ehrenamtliches Projekt entstehen? Mit diesen Fragen haben sich jetzt etwa 60 Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule beschäftigt. Denn dort fanden die ersten Workshops des Projektes „Löppt! Mitnanner“ in Cloppenburg statt.

Durchgeführt wurden die insgesamt fünf Workshops laut Mitteilung der Schule vom Team der städtischen „Initiative Prävention“, dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sowie der Ehrenamtsagentur Cloppenburg. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für ehrenamtliches Engagement zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass jede und jeder eigene Stärken mitbringt, die anderen helfen können.

 Foto: Stadt Cloppenburg/Westerkamp Foto: Stadt Cloppenburg/Westerkamp

Zum Einstieg sammelten die Acht- bis Zehntklässler zunächst gemeinsam, was Ehrenamt bedeutet. Begriffe wie „freiwillig“, „ohne Bezahlung“ oder „Wertschätzung“ fielen dabei ebenso wie Beispiele aus ihrem Alltag – etwa das Jugendparlament, das DRK oder das Amt als Klassensprecher. Auch über die Themen Demokratie und Partizipation wurde gesprochen: Wo kann ich mitreden? Wo kann ich etwas bewegen?

Besonders spannend wurde es bei der Frage nach den eigenen Fähigkeiten. Dabei ging es nicht nur um offensichtliche Talente, sondern auch um Stärken, die oft „nebenbei“ sichtbar werden. Wer zum Beispiel gerne Fußball spielt, bringt häufig Teamgeist, Verlässlichkeit, Fitness und soziale Kompetenzen mit – alles Fähigkeiten, die auch im Ehrenamt wichtig sind.

 Foto: Stadt Cloppenburg/Westerkamp Foto: Stadt Cloppenburg/Westerkamp

Im weiteren Verlauf entwickelten die Jugendlichen eigene Ideen für ehrenamtliche Projekte. Die Vorschläge reichten von einer ehrenamtlichen Blutspende-Aktion über eine Rathaus-„Gartenreinigungsgesellschaft“ bis hin zu einem Besuchsdienst auf einer Kinderkrankenstation. Dabei lernten die Jugendlichen auch, worauf es bei der Planung und Umsetzung eines Projektes ankommt.
Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit hatte, konnte sich direkt in eine Liste eintragen. Die Ehrenamtsagentur wird sich mit den Jugendlichen in Verbindung setzen, um passende Möglichkeiten für ein Engagement zu finden.

„Es ist schön zu sehen, mit wie vielen Ideen und wie viel Offenheit die Jugendlichen an das Thema herangehen“, sagt Daniela Hölscher vom Familienbüro der Stadt Cloppenburg und Koordinatorin der Initiative Prävention. „Viele merken in den Workshops zum ersten Mal ganz bewusst, dass sie Fähigkeiten mitbringen, die für andere wertvoll sein können.“ Weitere Workshops an anderen Schulen sind demnach bereits geplant. Auch weitere Schulen oder Gruppen können sich noch an dem Projekt beteiligen.

  • Info: Alle Schulen mit Klassen ab Jahrgang 8, die Interesse an einer Teilnahme haben, können sich an Daniela Hölscher wenden. Sie ist erreichbar per E-Mail an d.hoelscher@cloppenburg.de oder unter Telefon: 04471/185-338.

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