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Sanierung der Orgel in der Vördener St.-Christophorus-Kirche dauert an

Rund 260.000 Euro soll die Restaurierung kosten. Mitarbeiter der Firma Eule haben mit dem Wiederaufbau des Instruments begonnen. Manches war schweißtreibend.

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Es geht voran: Konrad Dänhardt (links) informierte Herbert Staas über den Stand der Arbeiten in Vördens evangelisch-lutherischem Gotteshaus.  Foto: Lammert

Es geht voran: Konrad Dänhardt (links) informierte Herbert Staas über den Stand der Arbeiten in Vördens evangelisch-lutherischem Gotteshaus.  Foto: Lammert

Der erste Teil des Wiedereinbaus der unter Denkmalschutz stehenden, im Jahr 1852 gebauten Haupt-Orgel in der evangelisch-lutherischen St.-Christophorus-Kirche ist beendet. Konrad Dänhardt und Fabian Zocher von der in Bautzen ansässigen Firma Eule, die die Orgelkomplett restauriert hat, haben nach knapp 2 Wochen ihre Arbeit im Gotteshaus nun allerdings erstmal unterbrochen.

Herbert Staas hofft, dass die Orgel Pfingsten erklingt

Wann sie wieder in Vörden sein werden, konnte Konrad Dänhardt, der die Orgel zusammen mit Fabian Zoch auch im März vergangenen Jahres abgebaut hatte, nicht sagen. Das habe sein Chef noch nicht entschieden.

Ob sich der Wunsch Herbert Staas', der zu den Gemeindegliedern gehört, die sich um Restaurierung der Orgel maßgeblich gekümmert haben, erfüllt und Organist Heinrich Schrader zu Pfingsten das Instrument wieder spielen kann, vermochte Orgelbaumeister Dänhardt ebenfalls noch nicht zu sagen.

Eule liefert erste Orgelteile früher aus als geplant

Der Optimismus Herbert Staas' gründete sich auf der Tatsache, dass die beiden Eule-Mitarbeiter einige Wochen früher als eigentlich gedacht mit den ersten Teilen der Orgel nach Vörden gereist waren. Der Grund war ein einfacher: Die in den Eule-Werkstätten gefertigten beziehungsweise überarbeiteten Holzteile sollten aus den Produktionsräumen raus, weil dort das Raumklima im Gegensatz zum Gotteshaus wechselt. Das wiederum könnte sich negativ auf Bauteile wie etwa die hölzernen Pfeifen auswirken.

Die guten Nachrichten: Alles hat den Transport unbeschadet überstanden. Der Wiederaufbau lief problemlos. In dem Zusammenhang gab es von Herbert Staats ein dickes Lob nicht nur in Richtung der Eule-Mitarbeiter, sondern auch für sechs Männer der Freiwilligen Feuerwehr Vörden.

"Die Vördener Gemeinschaft hat sich da wieder einmal sehr positiv dargestellt."Herbert Staas, Evangelische Kirchengemeinde

Denn die hatten beim Transport der drei Bälge auf den Orgelboden im wahrsten Sinne des Wortes tatkräftig mit angefasst. Jeder der drei Bälge  wiegt rund 200 Kilogramm. "Die Vördener Gemeinschaft hat sich da wieder einmal sehr positiv dargestellt", sagte Herbert Staas über das hilfreiche Engagement.

Wenn die Orgel komplett steht, werden auch zwei Gesellenstücke von inzwischen ehemaligen Eule-Auszubildenden verarbeitet sein. Ein Lehrling hat die Pedalklaviatur gefertigt und dafür die Note 'Sehr gut' erhalten. Eine Auszubildende hat den Wellenrahmen hergestellt, der nach Worten Konrad Dänhardts dazu dient, die Kraft vom Spieltischbereich auf die außen liegenden Windladen zu verteilen.

Wenn Konrad Dänhardt, der auch ausgebildeter Restaurator im Orgelbau ist, und Fabian Zocher das nächste Mal nach Vörden zurückkehren, werden sie auch die neuen Metallpfeifen, die sie in 3,5 Register einbauen, und die neue Manualklaviatur im Gepäck haben.

Auf den Aufbau folgen die Intonation und General-Stimmung

Ist die Orgel dann endgültig aufgebaut, ist das Instrument noch lange nicht einsatzbereit. Denn dann müssen noch die Intonation und abschließend die General-Stimmung des Instruments erfolgen. Pro Register – die Vördener Hauptorgel verfügt über 14 – dürfte dafür ein Tag erforderlich sein.

Die Sanierung der Orgel ist insgesamt mit rund 260.000 Euro veranschlagt. Der Bund beteiligt sich mit insgesamt 130.000 Euro. Ferner bringen neben der Vördener Kirchengemeinde auch die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover und der Kirchenkreis Bramsche Mittel auf.

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