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Riesige Rauchsäule: Feuerwehren löschen Großbrand in Nutteln

Am Dienstagmorgen war das Feuer im Industriegebiet ausgebrochen. Wehren aus dem gesamten Landkreis Cloppenburg eilten zum Einsatzort. Gemeinsam bekamen sie den Brand in den Griff. (Update 10.30 Uhr)

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Riesige Rauchsäule: Am frühen Dienstagmorgen lag eine dunkle Wolke über dem Industriegebiet in Nutteln. Foto: Feuerwehr

Riesige Rauchsäule: Am frühen Dienstagmorgen lag eine dunkle Wolke über dem Industriegebiet in Nutteln. Foto: Feuerwehr

Großeinsatz der Feuerwehren im Landkreis Cloppenburg: Am Dienstagmorgen kurz nach 7 Uhr stand ein Entsorgungsbetrieb an der Straße In der Riede im Industriegebiet Nutteln in Flammen. Dank des Großaufgebots der Feuerwehren, die mit rund 120 Einsatzkräften anrückten, konnte der Brand aber schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Die Rauchsäule war am Morgen weit sichtbar.  In der Leitstelle seien  binnen kürzester Zeit mehr als 20 Notrufe eingegangen, berichtet der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Abshof. Die zuerst eintreffenden Feuerwehren aus der Gemeinde Cappeln nahmen sofort die Löscharbeiten auf. Kurz darauf war auch die komplette Cloppenburger Wehr vor Ort. Hinzu kamen mehrere Fachzüge sowie Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) und des Roten Kreuzes.  Per Rundfunkdurchsagen und via Warn-Apps wurden die Autofahrer aufgefordert, den Bereich weiträumig zu umfahren und die Wege für die Rettungskräfte freizuhalten. Anwohner sollten Türen und Fenster geschlossen halten, Klima- und Lüftungsanlagen sollten umgehend ausgeschaltet werden.

Unter Kontrolle: Die Feuerwehren hatten den Brand schnell im Griff. Foto: MeyerUnter Kontrolle: Die Feuerwehren hatten den Brand schnell im Griff. Foto: Meyer

2 Hallen und ein Zwischengang des Betriebes brannten lichterloh. Die Wehren arbeiteten koordiniert und wandten dabei die sogenannte Riegelstellung an. Ziel dieser Taktik sei,  das Übergreifen eines Brandes auf einen anderen, noch nicht brennenden Bereich zu unterbinden, erklärt Abshof. Das gelang sehr gut, wobei den Kameraden aus Cappeln, Schwichteler und Elsten offenbar auch ihre Ortskenntnisse halfen. "Sie haben in der Firma vor einigen Jahren bereits die Brandbekämpfung geübt", berichtet Abshof.

Die Situation sei durchaus brisant gewesen. Während in den brennenden Hallen überwiegend Müll und Papier gelagert war, waren in benachbarten Räumen unter anderem alte Batterien untergebracht. Auch die benachbarten Firmen galt es zu schützen. "Das schnelle und konsequente Eingreifen aller Beteiligten hat hier Schlimmeres verhindert", betont Abshof. Dass die Bedrohung als hoch eingestuft wurde, wurde auch an der Präsenz von Kreisbrandmeister Arno Rauert und des zuständigen Regierungsbrandmeisters Udo Schwarz deutlich.

Nach gut einer Stunde war das Feuer weitgehend unter Kontrolle. Weil befürchtet werden musste, dass Teile von den Hallendächern herunterfallen, kam auch der in Friesoythe stationierte ferngesteuerte Löschpanzer „Luf 60“ zum Einsatz. "Mit seiner Hilfe können wir gefahrlos Brandnester löschen", berichtet Abshof. Die Aufräumarbeiten dauern den Tag über an.

Ferngesteuert: Der Löschpanzer aus Friesoythe kam ebenfalls zum Einsatz. Foto: G. MeyerFerngesteuert: Der Löschpanzer aus Friesoythe kam ebenfalls zum Einsatz. Foto: G. Meyer

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