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Riesengaudi in Dirndl und Lederhose

Die Organisatoren des Herbstmarktes in Emstek zeigten sich durchaus zufrieden mit der Kirmes. Die Verlegung aus der Ortsmitte hin zum Festplatz erwies sich als gute Entscheidung.

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Rasant: Schnelle Runden im Karussell genossen Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Foto: Vorwerk

Rasant: Schnelle Runden im Karussell genossen Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Foto: Vorwerk

Das Oktoberfest auf der Emsteker Herbstkirmes bleibt ein Magnet. Schon weit im Vorfeld waren alle Tische reserviert und hinzu kamen viele weitere Feiernde, die sich mit einem Stehplatz begnügen mussten. Soweit auch kein Problem, denn auf den Bänken hielt es die meisten Menschen spätestens zu dem Zeitpunkt nicht mehr, als die Wilde 13 in Lederhosen und mit Blasmusik das Zelt eroberte. "Die Wilde 13 macht aus einer ordentlichen Veranstaltung ein hervorragendes Fest", gab Wolfgang Lüske,  Marketingbeauftragter der Gemeinde Emstek, der Gruppe ein dickes Kompliment. 

Auch viele der Besucher hatten sich traditionell gewandet und das Dirndl oder die Krachlederne aus dem Schrank geholt. Während sich Blasmusik und DJ abwechselten, wurde kräftig geschunkelt und schon früh am Abend die Tanzfläche erobert. Die Stärkung floss aus dem Maßkrug und für den kleinen Hunger gab es die Brez'n auf die Hand.

Herausgeputzt: Viele Gäste haben sich zum Oktoberfest passend angezogen und die Dirndl und Lederhosen aus dem Schrank geholt. Foto: Thomas VorwerkHerausgeputzt: Viele Gäste haben sich zum Oktoberfest passend angezogen und die Dirndl und Lederhosen aus dem Schrank geholt. Foto: Thomas Vorwerk

Die Servicekräfte hatten alle Hände voll zu tun, um nach dem Ende der Party das Zelt für den Gottesdienst herzurichten. Die Messe wurde begleitet vom Blasorchester Cäcilia Emstek und mit Live-Musik ging es gleich im Anschluss weiter, denn zum Frühschoppen-Konzert wurde die Big Band aus Bösel verpflichtet. Während sich die Zuhörer die Erbsensuppe schmecken ließen, durchstreiften die Musiker die zurückliegenden Jahrzehnte der Musikgeschichte. Auf dem Rummel drehten sich derweil die Karussells wieder und brachten so manche Kinder und deren Eltern zum Kreischen.

Dämmerschoppen entwickelte sich zu geselligem Abend

Begonnen hatte der Rummel bereits am Freitag. Nachdem die Schausteller den Oberschülern mittags bereits eineinhalb Stunden Gratis-Runden in den Fahrgeschäften spendiert hatten, gab Emsteks Bürgermeister Michael Fischer am späten Nachmittag den offiziellen Startschuss für das Fest. Der Dämmerschoppen lief etwas schleppend an, entwickelte sich dann aber doch zu einem geselligen Abend, zu dem auch mehrere Chefs ihre Angestellten mitgebracht hatten. 

Prosit: Zur Markteröffnung stießen Peter Kleene (Marktausschuss, von links), Tobias Ellmann (Marktmeister), Christian Abeln (Festwirt), Michael Fischer (Bürgermeister), Annette Reinke (Marktausschuss) und Wolfgang Lüske (Marketingbeauftragter) an. Foto: VorwerkProsit: Zur Markteröffnung stießen Peter Kleene (Marktausschuss, von links), Tobias Ellmann (Marktmeister), Christian Abeln (Festwirt), Michael Fischer (Bürgermeister), Annette Reinke (Marktausschuss) und Wolfgang Lüske (Marketingbeauftragter) an. Foto: Vorwerk

Mit dem Seniorennachmittag am Samstag ist seit Jahren ein volles Zelt ebenfalls garantiert. Für gute Unterhaltung sorgten die Tanzmäuse aus Höltinghausen, Spiele und das Musikkorps Höltinghausen. Auch der Außenbereich an der Kampstraße füllte sich gut und die Schausteller berichteten von guten Umsätzen. Als weiteres Zugpferd sorgte die Verlosung des Handels und Gewerbevereins für viele strahlende Gesichter. 

Geschäfte hatten am Sonntag geöffnet

Auch die örtlichen Geschäfte machten am letzten Tag des Herbstmarktes ihre Umsätze, denn wie immer ist die Kirmes mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden. Die Angebote warteten aber nicht nur in den Läden. An der Kampstraße und auf der gesperrten Ostlandstraße hatte der Flohmarkt seine Türen geöffnet. Vom Trikot des Lieblingsfußballers über Angelausrüstungen und Grabschmuck bis hin zu den Jahrbüchern des Oldenburger Münsterlandes reichte das Spektrum.

Im Zelt zeigte Lilia Thobe, wie man aus Gemüse wahre Kunstwerke zaubern kann. Mit viel Geschick und scharfen Messern zeigte sie den Besuchern, das aus einem Kürbis mehr zu machen ist, als nur eine Halloween-Fratze. Geleuchtet haben Kinderaugen und Laternen am Abend noch einmal um die Wette. Unter Begleitung des Musikvereins Halen gab es den Laternenumzug durch den Ort, bevor auf der Emsteker Herbstkirmes die Lichter gelöscht wurden.

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