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Rechterfeld soll neues Pfarrheim bekommen

Im alten Gebäude ist die Küche zu klein und die Toiletten sind nicht behindertengerecht. Wenn das Offizialat grünes Licht gibt, soll es bald losgehen.

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Sollen weichen: Pfarrhaus und Pfarrheim in Rechterfeld sollen für einen Neubau Platz machen. Foto: Ebert

Sollen weichen: Pfarrhaus und Pfarrheim in Rechterfeld sollen für einen Neubau Platz machen. Foto: Ebert

Für Pfarrer Hermann Josef Lücker ist es ein klarer Fall: Rechterfeld braucht ein neues Pfarrheim, das alte ist "einfach uppe". Im Haus rieche es unangenehm, die Toiletten seien zu eng und zu wenige, die Küche zu klein.

Seit den 1970er Jahren stehen Pfarrhaus und Pfarrheim als ein Gebäudeensemble an der Rechterfelder Dorfstraße, dienen zugleich als westliche Begrenzung des Kirchplatzes vor St. Antonius.

Doch seit Längerem gibt es den Wunsch, in dem in die Jahre gekommenen Pfarrheim "etwas zu machen", wie Lücker erzählt. Immerhin ist das Haus bald 50 Jahre alt.

Das Pfarrhaus dient schon lange nicht mehr seinem Zweck

Ebenfalls in die Jahre gekommen ist das Pfarrhaus, dessen Eingang direkt zur Kirche zeigt. Seinem eigentlichen Zweck, nämlich einem katholischen Geistlichen ein Zuhause zu bieten, dient es schon lange nicht mehr. Auch hier müsste dringend etwas getan werden, meint Lücker.

Das sehe auch der Kirchenausschuss so, berichtet der Leitende Pfarrer. Seit Jahren sei hier diskutiert worden: "Was müssen, was sollen wir machen?"

Letztlich fiel der Entschluss für einen Neubau, wie Lücker berichtet. Dafür werden Pfarrhaus und Pfarrheim abgerissen. Auf ihrer Grundfläche soll dann das neue Pfarrhaus entstehen, der Eingang soll zur Kirche ausgerichtet sein.

Genaue Planungen liegen zurzeit noch nicht vor, berichtet Lücker. Dafür wartet die Gemeinde noch auf die finale Zusage vom Bischöflich Münsterschen Offizialat (BMO), der Kirchenverwaltung in Vechta.

Aber Vorstellungen, wie es im neuen Pfarrheim aussehen soll, die gibt es schon: Das Herzstück des Erdgeschosses dürfte ein großer Saal werden, der etwa 100 Personen fassen kann. Daneben sind eine geräumige Küche, ein Gruppenraum sowie Platz für die Bücherei angedacht. Auch zeitgemäße Toilettenanlagen sollen hier entstehen.

Im Obergeschoss sind dann weitere Gruppenräume sowie ein Lager angedacht. Ein Aufzug soll für die Barrierefreiheit sorgen.

Lücker lobt Rechterfeld als "lebendigen Gemeindeteil"

Wie viel das Projekt kosten wird oder darf, will Lücker noch nicht sagen. Die Kosten tragen sollen jedenfalls Zuschüsse von BMO und Gemeinde sowie Spenden, hofft Lücker. Er sagt, er sei "zuversichtlich", dass die Finanzierung klappe, nicht zuletzt, weil es schon einige Spendenzusagen aus der Gemeinde gebe. 

Lücker betont, es sei ihm wichtig, dass das neue Pfarrheim ein "Treffpunkt für das Dorf in der Mitte des Dorfes" werde: Hier könnten Kolping, Musikverein, Landjugend, Mädchengruppen, Messdiener, Senioren, kfd, Krabbelgruppe und viele andere einen Platz für Treffen und gemeinsame Aktivitäten finden.

Das neue Haus solle für den "lebendigen Gemeindeteil" in Rechterfeld den "Blick nach vorne" öffnen, sagt Lücker. "Wir wollen etwas für Rechterfeld tun", ergänzt er. 

Los gehen soll es "möglichst bald", hofft der Pfarrer. Auch hierfür wartet er noch auf die finale Zusage vom BMO. In der Zwischenzeit hat Lücker ein offenes Ohr für die Vorschläge und Wünsche aus der Gemeinde, wie er sagt: "Ich freue mich, wenn die Leute mitdenken", sagt er und lobt, wie viele Anregungen bereits den Weg auf seinen Schreibtisch gefunden haben.

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