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Praktikant geht mit der Polizei in den Streifendienst

Die Klischees waren schnell beiseite geräumt. Der Polizeiberuf sei abwechslungsreich, aber auch anstrengend, sagt Leo Eilers.

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Auf Streife: Leo Eilers (links) durfte bei den Polizeikommissaren Schulz und Osterkamp (rechts) mitfahren. Foto: Elija Bucchioni

Auf Streife: Leo Eilers (links) durfte bei den Polizeikommissaren Schulz und Osterkamp (rechts) mitfahren. Foto: Elija Bucchioni

Lange Schichtdienste, viel Papierkram, dazwischen stressige Einsätze: Der Job des Polizisten ist alles andere als einfach. Was alles dazu gehört, wollte Leo Eilers wissen. 2 Wochen lang absolvierte der Gymnasiast ein Praktikum auf der Löninger Wache. 

Schon als kleiner Junge hatte sich der 14-Jährige für die Polizei begeistert. Warum also nicht einmal in den vermeintlichen Traumberuf hineinschnuppern? Leo bewarb sich und wurde angenommen. Eines lernte der Schüler bereits am 1. Tag: Neben der Verbrecherjagd bestimmt vor allem Büroarbeit das Jobprofil. Trudeln kleinere Anzeigen oder Beschwerden ein, müssen die Polizisten  sie genau aufnehmen. "Es gibt wirklich viel Büroarbeit zu erledigen", hat Leo festgestellt. 

Polizeianwärter absolvieren Bachelorstudium

Anders als seine erwachsenen Kollegen war der Schüler vom Schichtdienst befreit. Sein Tag begann morgens pünktlich um 7 Uhr. Besonderes Highlight nach der Büroarbeit waren die Streifenfahrten, auf denen der Praktikant die beiden Polizeikommissaren Schulz und Osterkamp begleiten durfte.  Langweilig würden die Touren rund um Löningen nie, erzählt Leo. 

Polizistinnen und Polizisten sorgen an 365 Tagen im Jahr für Sicherheit. Eingesetzt sind sie im Streifendienst, als Ermittler, Kriminaltechniker oder als Teil der Bereitschaftspolizei. Voraussetzung für den Beruf ist ein 3-jähriges Bachelorstudium.  Der Einstieg ist - abhängig von der Vorbildung – aber auch ohne Abitur oder  Fachhochschulreife möglich. "Voraussetzungen sind eine gewisse Sportlichkeit, Durchsetzungsvermögen und Organisationsfähigkeit", hat Leo erfahren. Zudem müssten Polizisten stets einen kühlen Kopf bewahren.   

Einem überführten Verbrecher hat der Gymnasiast während seines Praktikums zwar nicht die Handschellen anlegen können. Trotzdem habe ihm die Zeit auf der Wache gefallen, sagt er. Eine Karriere in Uniform kann  sich der Löninger deshalb durchaus vorstellen.  

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