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Polizei verstärkt Kontrollen in der Cloppenburger Fahrradstraße

Die Beamten kamen am Freitagmorgen mit den Auto- und Radfahrern ins Gespräch. Weitere Kontrollen sollen in der nächsten Zeit folgen.

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Kontrolle: Der Beauftragte für Kriminalprävention, Kriminaloberkommissar Andreas Bonk, sprach mit den Autofahrern. Foto: Hermes

Kontrolle: Der Beauftragte für Kriminalprävention, Kriminaloberkommissar Andreas Bonk, sprach mit den Autofahrern. Foto: Hermes

Lob von einigen Radfahrern gab es am Freitagvormittag für die Polizei, die eine Kontrolle an der Fahrradstraße durchgeführt hat. In einem ersten Schritt wurden die Verkehrsteilnehmer im persönlichen Gespräch nochmals auf die Besonderheit der Straße hingewiesen, weitere Überprüfungen sollen in der nächsten Zeit folgen. Dann dürften auch Bußgelder fällig werden.

"Man musste viel erklären, die meisten haben aber Verständnis und den Willen zur Besserung gezeigt", erklärte Präventionsbeauftragter Andreas Bonk, der die Aktion von Verkehrssicherheitsberater Achim Wach unterstützte. "Gefühlt wussten 20 Prozent sofort, was sie falsch gemacht haben", so Bonk weiter. Zudem habe er oftmals Eltern angehalten, die ihre Kinder zur Schule oder in den Kindergarten bringen wollten.

Foto: HermesFoto: Hermes

Die Polizei wollte Präsenz zeigen und ins Gespräch kommen. Die sichtbare Positionierung an der Kreuzung zur Molberger Straße sorgte schon für ein Umdenken bei dem ein oder anderen Autofahrer. Mehrmals wurde der Blinker gesetzt, um die Fahrradstraße dann entgegen der ersten Planung doch zu umfahren. Alle, die dennoch den Weg nahmen, bekamen eine gelbe Karte mit Hinweisen zur Ordnung in der Fahrradstraße. 

Wie die Beamten bereits im Vorfeld der Kontrollen mitteilten, gilt in Fahrradstraßen eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Erlaubt sind E-Scooter sowie Fahrräder und Pedelecs, die maximal 25 km/h erreichen. Die Radfahrer dürfen nebeneinander fahren und haben Vorrang,  sie müssen für den Kfz-Verkehr keinen Platz machen. Das Zusatzzeichen „Anlieger frei“ schließt den Durchgangsverkehr aus. Der Gehweg in der Kirchhofstraße ist für Fußgänger bestimmt, einzige Ausnahme: Bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen Kinder mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren, bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen sie den Gehweg noch benutzen. Dies schließt die Begleitperson ein.

Mutter schreibt Brief an die Polizei

Hintergrund der Kontrolle war auch der Brief einer Mutter, die ihr Kind täglich zum Kindergarten bringt. "Es war in der vergangenen Zeit wieder auffälliger", erzählt Kerstin Sandker. Das Problem der durchfahrenden Autos sorge für weitere Schwierigkeiten, denn so würden immer mehr Radfahrer den Gehweg nutzen und die dortigen Kinder gefährden. "Ich kann ihren Ärger ja auch verstehen, aber man darf sich deswegen nicht die Straße wegnehmen lassen", so Sandker. Sie freue sich über die Kontrolle: "Es ist schön, dass sich etwas tut."

In diesem Zuge appellierte sie auch nochmals an andere Eltern, die Hol- und Bring-Zone auf dem Marktplatz zu nutzen. Dies habe viele positive Vorteile: "Die Kinder werden wach auf dem Weg und sie bekommen gleich eine Verkehrserziehung." Nach Angaben der Polizei stehe der Verkehr in der Fahrradstraße immer wieder im öffentlichen Diskurs, Beamte kontrollierten daraufhin stichprobenartig sowie im Rahmen der Streifen. Diese Überprüfungen sollen nun erneut verstärkt werden, denn bei steigenden Temperaturen werden immer mehr Radfahrende erwartet.

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