Am Sonntagabend sucht die Polizei nach einem vermissten Jungen im Raum Visbek. Wie das Vechtaer Kommissariat mitteilt, kamen hierbei auch zunächst Diensthunde der Polizei zum Einsatz - allerdings ohne Erfolg. Weil sich der Suchradius nicht näher einschränken lässt, werden aktuell aber weder Hunde, Hubschrauber noch Feuerwehr eingesetzt. Stattdessen sucht die Polizei mit mehreren Streifenwagenbesatzungen nach dem Kind. Unterstützung aus Cloppenburg ist auch dabei.
Nach dem Jungen musste nach Angaben der Vechtaer Polizei erst vor kurzem bereits einmal gesucht werden. Aktuell wird auch über Facebook mit einem Foto auf den Vermissten-Fall aufmerksam gemacht. Dort heißt es, wer den Jungen gesehen habe, solle sich unter anderem an die Polizei in Vechta wenden. Allerdings ist diese derzeit wegen einer Störung telefonisch nicht unter der normalen Nummer erreichbar. Wer Angaben zum Vermissten machen kann, wählt deshalb die 04441/943-115.
Weil auch über die sozialen Medien nach dem Jungen gesucht wird, bittet die Polizei ausdrücklich darum, dass private Personen nicht selbst mit Autos durch den Ort fahren, um sich an der Suche zu beteiligen. "Verkehrschaos können wir jetzt am wenigsten gebrauchen", sagt dazu der diensthabende Beamte in der Cloppenburger Zentrale. Der Vermisste könne viel besser gefunden werden, heißt es, wenn die Lage übersichtlich bleibe.
Polizei warnt vor Falschmeldung in Social Media
Für Verwirrung sorgte zunächst eine Meldung vom Vortage in den sozialen Medien. Dort wurde behauptet, ein Junge sei zwischen Wildeshausen und Visbek in der Abenddämmerung vom Fahrer eines schwarzen Mercedes Kombi mit Süßigkeiten angelockt worden. Der Mann habe versucht, den Jungen ins Auto zu zerren. Diese Meldung ist falsch und steht nicht in Zusammenhang mit der aktuellen Suche, betont die Polizei in Cloppenburg.
Eine solche Meldung mit verschiedenen Ortsangaben kursiere seit Jahren in den sozialen Medien. Die Polizei hat hier den Ursprung verfolgt. Demnach habe damals ein Großvater in Bayern sein Enkelkind beim Kindergarten mit seinem dunklen Kombi abgeholt. Daraus sei im Netz der böse Mann geworden, der Kinder anlockt. Gleich danach sei die Meldung mit Ortsangabe Lohne hierzulande verbreitet worden und tauche bis heute immer wieder mit verschiedenen Ortsangaben auf.