Pfarrer Dr. Marc Röbel lehrt jetzt an der Uni Vechta
Der Direktor der katholischen Akademie Stapelfeld will mit seiner neuen Aufgabe vor allem eine noch stabilere Brücke zwischen Kirche und Universität bauen.
Janine Sieger | 24.10.2024
Der Direktor der katholischen Akademie Stapelfeld will mit seiner neuen Aufgabe vor allem eine noch stabilere Brücke zwischen Kirche und Universität bauen.
Janine Sieger | 24.10.2024

Antrittsvorlesung vor 120 Gästen: Pfarrer Dr. Marc Röbel referierte unter dem Titel „Wörüber wir schweigen müssen“. Foto: Uni/Schmidt
Pfarrer Dr. Marc Röbel, Direktor der Katholischen Akademie Stapelfeld, lehrt jetzt offiziell an der Universität Vechta. Im feierlichen Rahmen wurde er am Mittwochabend umhabilitiert, teilte die Uni mit. Der Privatdozent wechselte dafür mit seiner Habilitation für Philosophische Grundfragen der Theologie von der Theologischen Fakultät Trier nach Vechta. Nun fand die öffentliche Antrittsvorlesung statt, zu der Unipräsidentin Prof. Dr. Verena Pietzner geladen hatte. Daran nahmen mehr als 120 Gäste teil. Dazu lautete der Titel der Antrittslesung Röbels: „Worüber man schweigen muss“. Die Brücke zwischen Kirche und Universität sei keine Einbahnstraße, betonte Pfarrer Röbel während seiner Antrittsvorlesung. Es gehe nicht darum, die Universität kirchlich unterwandern zu wollen. „Es geht um die Vertiefung eines Dialogs“, betonte der Privatdozent. Er wolle Theologiestudierende daran erinnern, dass auch die postchristliche moderne Zonen des sogenannten Unaussprechlichen brauche. „Umgekehrt möchte ich die Diskurse der Universität, der wissenschaftlichen Theologie und Philosophie noch stärker in das kirchliche Leben der Region tragen“, kündigte Röbel an. Auf das Unaussprechliche ging Röbel in seiner Antrittsvorlesung detailliert ein. Er sprach über die Philosophie im digitalen Zeitalter und entführte die Zuhörenden dabei in 5 Denkschritten auf eine Reise vom antiken Denker Augustinus bis zur Bedeutung der Philosophie für das digitale Zeitalter. Unipräsidentin Pietzner betonte: „Es ist mir eine besondere Freude, Sie, als ausgezeichneten Forscher und anerkannte Persönlichkeit des Oldenburger Münsterlandes, an unserer Universität willkommen zu heißen." Röbel komme in einer Zeit des Umbruchs, in einer Zeit des Ringens um die richtige Ausrichtung des Lehr- und Forschungsbetriebs, sagte die Präsidentin. Sie sei sicher, dass er sich in diesen Prozess mit guten Ideen, seiner Expertise und der weitführenden Vernetzung zum Wohle des Instituts für Katholische Theologie, der Universität Vechta und des Oldenburger Münsterlandes einbringen werde. Die Umhabilitation markiere eine Bereicherung für die Uni, unterstrich sie. „Wir haben eine besondere Beziehung zwischen Katholischer Kirche und Universität“, begann Weihbischof Wilfried Theising sein Grußwort. Durch das Konkordat seien die Institutionen fest verbunden. „Wir haben das Glück, dass hier gute Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet werden“, stellte Theising fest. Das Thema Bildung sei dem Offizialat wichtig. Die Katholische Kirche wolle nicht nur von der Uni profitieren, sondern auch einen Beitrag leisten. Auch Prof. Dr. Elmar Kos begrüßte den Neuzugang herzlich. Die Theologie sei heute mehr denn je darauf angewiesen, sich ihrer philosophischen Grundlagen immer wieder neu zu versichern, referierte der stellvertretende Institutsdirektor für Katholische Theologie.

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