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Orgel drohte zu verstummen

Über die Jahre hatten sich Staub und der Ruß der Kerzen in den Pfeifen abgesetzt. Deshalb musste sie nun komplett zerlegt und gereinigt werden.

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Zufrieden mit Ergebnis:  Erstmals nach der Generalüberholung ließ Dr. Gabriel Isenberg die Orgel erklingen. Es lauschten (von links) Christoph Thiemann,  Thorsten Konigorski, Hans Geesen und Willehard Schomberg.   Foto:  C. Passmann

Zufrieden mit Ergebnis: Erstmals nach der Generalüberholung ließ Dr. Gabriel Isenberg die Orgel erklingen. Es lauschten (von links) Christoph Thiemann,  Thorsten Konigorski, Hans Geesen und Willehard Schomberg.   Foto: C. Passmann

Die Orgel in der katholischen Kirche Ss Cosmas und Damian Barßel klingt wieder so schön wie schon lange nicht mehr. In den vergangenen Wochen wurde die Orgel fein säuberlich zerlegt, um die Einzelteile reinigen zu können. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen.

Eine Orgel wie im Barßeler Gotteshaus besteht aus etwa 1500 einzelnen Orgelpfeifen, 24 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Wenn so ein Instrument - einschließlich Windanlage und Gehäuse -von Grund auf gereinigt werden muss, dann ist das ein mühsames Unterfangen. Orgelbaumeister Willehard Schomberg aus Elisabethfehn hat die Königin der Musikins­trumente komplett auseinandergeschraubt, die Teile einzeln gereinigt und dann alles wieder zusammengesetzt. In den Pfeifen der im Jahr 1963 von Alfred Führer aus Wilhelmshaven erbauten Orgel hatten sich Staub und der Ruß der Kerzen abgesetzt. Das beeinträchtigte den Klang. Schließlich hatte die letzte Reinigung in den 90er Jahren stattgefunden.

"Die Orgel hat deutlich an Qualität gewonnen. Sie klingt schöner als je zuvor."Kirchenmusikreferent Thorsten Konigorski

Jetzt soll die Orgel einen noch schöneren Klang haben: milder, weniger schrill. Davon überzeugten sich auf dem Orgelboden Organist Christoph Thiemann, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenausschusses, Johannes Geesen, Dr. Gabriel Isenberg, Orgelsachverständiger für das Bischöflich Offizialat Vechta (BMO) und Thorsten Konigorski, Kirchenmusikreferent für den Offiziala­tsbezirk Oldenburg.

6000 Euro werden noch benötigt

Rund 13.000 Euro hat sich die Kirchengemeinde St. Ansgar Barßel die Überholung kosten lassen. Zur Finanzierung werden noch 6000 Euro an Spenden benötigt. "Mittlerweile hat das Schleifladeninstrument mit mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registersteuerung fast 57 Jahre auf dem Buckel und da war es an der Zeit, dass das Instrument wieder einer Generalüberholung unterzogen wurde", erklärte Geesen.

Vorausgegangen war eine von ihm in Auftrag gegebene Untersuchung durch den Orgelsachverständigen Dr. Gabriel Isenberg vom BMO. "Die Arbeiten sind sehr sauber ausgeführt worden. Die Orgel hat deutlich an Qualität gewonnen. Sie klingt schöner als je zuvor“, stellte Thorsten Konigorski fest. Gerade bei den Pfeifen sei Vorsicht geboten gewesen. Sie drohten "einzusacken". "Das hätte den Klang verändert und letztlich wäre die Orgel verstummt", so der Experte.

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