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Ohne Corona-Test kein entspannter Urlaub

Cloppenburger müssen teilweise einen negativen Bescheid beim Check-in vorlegen. Der Abstrich kostet 55 Euro pro Person und muss aus der eigenen Tasche gezahlt werden.

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Urlaub in Dresden: Ohne negativen Test wären Christine und Sebastian Vorwerk am Sonntag wieder nach Hause geschickt worden. Am Samstag hatte bei der Anreise niemand danach gefragt. Foto: Vorwerk

Urlaub in Dresden: Ohne negativen Test wären Christine und Sebastian Vorwerk am Sonntag wieder nach Hause geschickt worden. Am Samstag hatte bei der Anreise niemand danach gefragt. Foto: Vorwerk

Die Fähre hat die Frau aus der Gemeinde Cappeln bereits storniert. Was bleibt ist die Unterkunft, für die sie „Untermieter“ sucht. „Drei Nächte von Sonntag bis Mittwoch in einer Ferienwohnung auf Norderney für 390 Euro“, lautet der Text, den die 42-Jährige am Freitagabend in mehrere ihrer Whatsapp-Gruppen geschrieben hat, denn die eigene Anreise gestaltet sich kompliziert. „Nur mit einem negativen Corona-Test können wir fahren“, schildert sie der Redaktion.

Vor wenigen Tagen konnte man problemlos anreisen

Weitere Kosten bedeutet dies und vielleicht auch eine Menge Wartezeit, denn neben mehreren Absagen bekam sie ein Video zugeschickt, das eine hunderte Meter lange Autoschlange vor einem Testzentrum in der Gemeinde Visbek zeigen soll. Den Stress will sie sich nicht antun und setzt nun darauf, dass die Vermieter auf der Nordseeinsel doch noch eine Anfrage bekommt. Ansonsten wird sie ihre bereits geleistete Zahlung vermutlich abschreiben können. Noch vor wenigen Tagen wurde ihre Nachfrage auf Norderney noch positiv beschieden, doch dann gab es für den Landkreis Cloppenburg die neuen Zahlen.

Beim Check-in wollte niemand ein Testergebnis sehen

Nach Visbek sind auch Christine und Sebastian Vorwerk aus Emstek gefahren. Sie sind am Samstag nach Dresden aufgebrochen und haben sich am Freitag sicherheitshalber dem Test unterzogen. „Wir mussten überhaupt nicht warten und hatten nach sechs Stunden das Ergebnis“, schildert der zweifache Familienvater. 110 Euro haben er und seine Frau dafür gezahlt, um auf der sicheren Seite zu sein. In der sächsischen Hauptstadt war es dann recht entspannt. „Beim Check-in wollte niemand einen Test sehen“, erklärte Sebastian Vorwerk am Telefon. Sonntag gegen 11 Uhr dann die Wende. Beide machten einen Spaziergang durch die Altstadt und bestaunten die Frauenkirche, als das Handy klingelte. „Das Hotel war dran und man forderte uns auf, das Haus unverzüglich zu verlassen, da wir aus einen Risiko-Gebiet kämen.“ Der Joker „Corona-Test“ hat dann aber gestochen. Beide können bleiben.

Eine andere Familie aus Emstek ist am Freitag gerade noch rechtzeitig nach Harlesiel gefafahren. „Ich habe vorher angerufen und da hieß es, dass es keine Bedenken gibt“, erklärt die Mutter. Allerdings war man für eine Familienfeier nur für eine Nacht an die Nordsee gefahren.

In Dänemark hat der Vermieter keine Bedenken geäußert

Mit mehreren Familien aus Höltinghausen und Schwichteler fahren drei Geschwister nebst Anhang und Kindern planmäßig in dieser Woche nach Dänemark. Ein großes abseits gelegenes Ferienhaus wird bezogen und die Vermieter sehen in den Gästen aus Deutschland auch kein Problem. Das Land werde als Ganzes betrachtet und nicht einzelne Regionen, wurde ihnen mitgeteilt. Deshalb sei auch eine Stornierung mit Rückerstattung kein Thema.

Allerdings kann sich die Situation nahezu täglich ändern, weshalb von Reisenden nicht nur die Regelungen im Landkreis Cloppenburg beobachtet werden sollten, sondern auch die Beschränkungen in der Zielregion.

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