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Offiziell bestätigt: Die 2G-Plus-Regel greift nicht nach Booster-Impfung

Wer seine Auffrischungsimpfung erhalten hat, muss ab Samstag in Niedersachsen nicht auch noch zusätzlich einen negativen Test vorzeigen. Das hat die Landesregierung am Freitag mitgeteilt.

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Symbolfoto: dpa

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Die niedersächsischen Landesregierung ändert kurzfristig die 2G-Plus-Regel, die derzeit mit Corona-Warnstufe 2 in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta gilt. Demnach gilt schon ab Samstag: Wer seine Auffrischungsimpfung bekommen hat, fällt nicht unter die 2G-Plus-Regel. Heißt: Er benötigt nicht auch noch einen negativen Corona-Test. Es reicht der Impfnachweis, um Zutritt zu den beschränkten Bereichen zu erhalten.

Wie die Staatskanzlei am Freitagnachmittag erklärt, soll diese Neuregelung ab Dienstag offiziell in einer Neufassung der Corona-Verordnung verankert sein. Es soll aber schon ab Samstag geduldet werden.

"Für den Besuch der entsprechenden Einrichtungen ist für diese Personen dann lediglich der Nachweis über eine vollständig abgeschlossene Impfserie sowie der erfolgten Auffrischungsimpfung mit dem digitalen Impfzertifikat oder dem gelben Impfpass erforderlich", erklärt Oliver Grimme, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover. Die streng genommenen Verstöße gegen die Testpflicht im Sinne der aktuell gültigen Verordnung sollen demnach nicht geahndet werden.

Testpflicht bleibt beim Besuch von Altenheimen oder Krankenhäusern

Im Impfzertifikat oder Impfpass muss also ersichtlich sein, dass der Inhaber des Nachweises seine dritte Impfdosis (beziehungsweise die zweite Dosis bei Johnson & Johnson, die als Drittimpfung geführt wird) erhalten hat. Die Befreiung von der 2G-Plus-Regel gilt dann "unmittelbar ab dem Zeitpunkt der erfolgten Auffrischungsimpfung", erklärt das Gesundheitsministerium. Befreit von der Regel sind dann ebenfalls ab Samstag Genesene, die bereits ihre zweite Impfdosis bekommen haben. 

Wer vollständig geimpft war und sich danach mit Corona infiziert hatte, ist ebenfalls befreit. Denn durch die Genesung seien ebenfalls ausreichend schützende Antikörper gebildet worden. Die Testpflicht bleibt aber generell für alle, die ein Alten-, Pflegeheim oder ein Krankenhaus besuchen wollen.

Niedersachsen reagiere mit der neuen Regelung auf wissenschaftliche Erkenntnisse, "nach denen die Gefahr einer Infektion mit dem und einer Übertragung des Corona-Virus nach dem Erhalt der Auffrischungsimpfung ausgesprochen gering ist", berichtet Ministeriumssprecher Grimm am Freitag. Gleichzeitig solle die derzeit vorhandene Kapazität an Testangeboten entlastet werden. Wie bereits berichtet, hatte die Cloppenburger Kreisverwaltung am Donnerstag kritisiert, dass die bundesweite 3G-Pflicht am Arbeitsplatz und die seit dieser Woche geltende 2G-Plus-Regelung auf eine schlecht vorbereitete Testinfrastruktur treffen. Gleichzeitig sei das Prüfungsverfahren bei neuen Testanbietern zu langwierig.

An den Testpflichten für vollständig geimpfte Personen, die noch keine Auffrischungsimpfung erhalten haben, ändert sich erst einmal nichts, heißt es in einer Mitteilung der Landesregierung.

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