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Öffentliche Gottesdienste in der Pfarrei St. Gertrud starten unter Auflagen

Die katholische Kirchengemeinde in Lohne möchte schnell wieder zur Normalität zurückfinden. Doch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind weiterhin überall spürbar.

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Statt Weihwasser: Händedesinfektion in der Kirche St. Gertrud. Foto: Timphaus

Statt Weihwasser: Händedesinfektion in der Kirche St. Gertrud. Foto: Timphaus

Desinfektionsmittel statt Weihwasser: Auch in der Pfarrei St. Gertrud in Lohne laufen die öffentlichen Gottesdienste seit dieser Woche unter Auflagen wieder an.

Dechant Rudolf Büscher zeigt sich erfreut, dass „der Einschnitt, der wegen Ostern noch ein Stück gravierender“ gewesen sei, nun ende und die katholische Kirchengemeinde zur Normalität zurückfinden könne.

„Man merkt die Einschränkungen“, gibt der Geistliche nach den ersten Gottesdiensten zu. Im Seelsorge-Team sei schließlich die Frage kontrovers diskutiert worden: „Wollen wir Gottesdienste in dieser Form überhaupt feiern?“ Das Verteilen der Hostien mit Handschuhen, der Ordnerdienst, das Fehlen des Friedensgrußes: All das sei ungewohnt – und auch etwas befremdlich. Büscher sagt, er habe aber auch festgestellt, dass die Menschen sich sehr diszipliniert an die Vorgaben hielten.

Büscher weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass die Sonntagspflicht ausgesetzt sei und Personen, die zur Risikogruppe zählten, bitte zu Hause bleiben sollten.

Reduzierter Werktagsbuch

Die Bankreihen in den Kirchen sind markiert. In St. Gertrud dürfen maximal 80 Personen am Gottesdienst teilnehmen, in St. Josef sind es 60. In St. Maria Goretti in Brockdorf sind 30 Gottesdienstbesucher zugelassen. Mitarbeiter aus dem Pfarreiteam regeln den Einlass. Zum Neustart sei ein „etwas reduzierter Werktagsbesuch“ festzustellen gewesen, sagt Büscher. Die Pfarrei empfiehlt die Nutzung eines Mundschutzes. Während des Gottesdienstes selbst tragen laut dem Dechanten aber die wenigsten eine Maske.

„Beerdigungen während der Corona-Krise: Das ist oft ein richtiges Schlucken."Rudolf Büscher, Dechant der Pfarrei St. Gertrud in Lohne

Probleme erwartet Büscher weiterhin bei Beerdigungen – unter anderem auch deshalb, „weil die Teilnehmerzahl in der Kirche nicht jener auf dem Friedhof entspricht“. Das Offizialat sei dazu mit den Behörden in Verhandlungen. Glücklicherweise hätte zuletzt „keine übermäßige Zahl“ an Beisetzungen stattgefunden. „In tragischen Fällen, in denen wochenlang kein Kontakt möglich war, ist das oft ein richtiges Schlucken“, berichtet der Domkapitular.

Um den aufgrund der zeitweisen Schließung entstandenen Stau am Taufbecken aufzulösen, bietet die Pfarrei jetzt zusätzliche Termine an – sogar am späten Freitagnachmittag. Es seien nur Einzeltaufen möglich, weist Büscher hin.

Auch Hochzeiten und Ehejubiläen können wieder gefeiert werden. Laut dem Pfarrer sei der überwiegende Teil aber ohnehin bis etwa August abgesagt.


Fakten

Vorerst ist folgende Gottesdienstordnung vorgesehen:

  • Montag:
 8.30 Uhr in St. Josef
  • Dienstag:
 19.30 Uhr in St. Gertrud
  • Mittwoch: 
8.15 Uhr in St. Gertrud und 19 Uhr in St. Maria Goretti
  • Donnerstag:
 8.15 Uhr in St. Gertrud
und 19.30 Uhr in St. Josef (alternative Wortfeier)
  • Freitag:
 8.30 Uhr in St. Josef
  • Samstag: 
17 Uhr in St. Josef (mit Übertragung ins St.-Franziskus-Hospital) und 19 Uhr
in St. Maria Goretti
  • Sonntag:
 8.15 Uhr in St. Gertrud, 
11.15 Uhr in St. Josef und
18 Uhr in St. Gertrud (in unterschiedlicher Gestaltung, nicht unbedingt Eucharistie).
  • Für öffentliche Gottesdienste nicht zur Verfügung stehen: Herz-Jesu, St.-Anna-Klus, St.-Elisabeth-Haus, St.-Franziskus-Hospital, Clemens-August-Kapelle und Friedhofskapelle.

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