Oberschule Garrel lädt Grundschüler und ihre Eltern zum Schnuppertag am 7. Februar ein
Alle Fächer präsentieren sich in den Räumen der Schule. Mitmachaktionen wie eine Schnitzeljagd zu Märchenfiguren oder ein Bewegungsparcours verdeutlichen künftige Unterrichtsinhalte.
Schulleiter Markus Berssen zusammen mit dem Orga-Team Anneke Bergfeld und Frederic Schiffer bei den 3D-Druckern im IT-Labor der Schule. Diese seien bei der Premiere des Schnuppertages im verangenen Jahr sehr begehrt gewesen. Foto: Heinzel
Hieroglyphen schreiben, eine Schnitzeljagd mit Märchenfiguren als Thema sowie ein Bewegungsparcours in der Sporthalle, das sind nur drei der zahlreichen Aktionen über die Grundschüler ihre neue potenzielle Schule kennenlernen können.
Der Schnuppertag 2025 der Oberschule Garrel findet am 7. Februar (Freitag) zwischen 15 und 17 Uhr statt. Angesprochen sind alle Viertklässler der Grundschulen der Gemeinde Garrel. Diese Zahl schwanke jährlich je nach Geburtenrate des Jahrgangs zwischen 130 und 170 Kindern, schätzt Markus Berssen. Im vergangenen Jahr nahmen über 100 Kinder an dem Schnuppertag teil.
„Es ist gut angenommen worden“, sagt der Schulleiter über die Premiere 2024. Beliebt waren die Mikroskope und die 3D-Drucker. Dieses Jahr gebe es diese Angebote wieder und darüber hinaus werde beispielsweise im Fach Biologie den Kindern die Chance gegeben, ihre Sinne zu erfahren, in dem sie die Möglichkeit bekommen, einen Gegenstand zu ertasten. Was dieser Gegenstand ist, wird natürlich nicht verraten. Ein Laufzettel bietet an dem Nachmittag weitere Anreize, das Angebot zu testen. Dabei beantworten die Grundschüler Fragen und erhalten am Ende kleine Preise.
Für viele der heutigen Fünftklässler war der letztjährige Schnuppertag eine erinnerungswürdige Erfahrung, von der sie später noch begeistert erzählen, berichtet Anneke Bergfeld, die den Tag gemeinsam mit Frederic Schiffer organisiert. Die Einladung richte sich auch an die Eltern. Für diese gebe es einen Informationsstand zum schulischen Angebot an der Oberschule Garrel. Für alle bieten die Abschlussklassen Kaffee, Kuchen und Waffeln an. Der Erlös helfe bei der Finanzierung der Abschlussfahrt. Das Fahrtenangebot wird am Schnuppertag ebenfalls thematisiert. Ein Beispiel: Die traditionelle Wangerooge-Fahrt des Jahrgangs 5.
Die Demonstration der Möglichkeiten eines 3D-Druckers erfreute sich bei der Premiere vor einem Jahr großer Beliebtheit. Foto: Heinzel
„Die Kinder dürfen einfach schauen“, sagt Anneke Bergfeld. An der Oberschule Garrel startet der gymnasiale Zweig mit der fünften Klasse. Haupt- und Realschule sind 2 Jahre lang gemeinsam im Oberschulzweig zusammengefasst. Das ganze System setzt auf Durchlässigkeit, um das Bestmögliche für die Schüler zu erreichen. Je nach Leistung ist also ein Schulformwechsel ganz einfach in gewohnter Umgebung möglich, erläutert Markus Berssen. In beide Richtungen ist letztlich alles möglich.
Der Schulleiter stellte bei dessen Einführung fest: „Es ist ein Riesen-Pfund, dass wir alle drei Schulformen mit einer ganz breiten Schülerschaft unter einem Dach haben. Wenn eines der Jungen oder Mädchen leistungsbedingt wechseln muss, bieten wir den Kindern einen geschützten Raum mit bekannten Strukturen und vertrauten Abläufen. Das beginnt schon morgens auf dem Weg zur Schule, ob mit Bus oder dem Fahrrad. Die Freunde bleiben vor Ort oder es kann gemeinsam in der Mensa gegessen werden.“ Schüler blühten nach einem solchen Wechsel innerhalb des Schulsystems teilweise richtig auf, so Frederic Schiffer.
„Wir sind inzwischen im elften Jahr mit einem gymnasialen Zweig“, sagt Markus Berssen und fährt fort: „Es wird gut angenommen. Die Anmeldezahlen steigen.“ 30 Prozent des Kollegiums verfügten über eine Lehrausbildung für ein Gymnasium. Ein großer Vorteil dieser Möglichkeit sei die Zeitersparnis für Gymnasiasten. Sie müssten nicht mehr mit dem Bus beispielsweise nach Cloppenburg pendeln – könnten morgens länger schlafen und hätten nachmittags früher Zeit für Hobbys und Freunde.
„Wir haben das Ohr schon an der Schülerschaft.“
Schulleiter Markus Berssen über das Angebot der Wahlpflichtkurse an der Oberschule Garrel
„Wir haben das Ohr schon an der Schülerschaft“, meint Berssen. Anneke Bergfeld meint: „Es entwickelt sich“ und Frederic Schiffer fährt fort: „Gemeinsam mit den Schülern.“ Die Rede ist hier von den Wahlpflichtkursen (WPK) an der Oberschule Garrel. Davon können die Schüler zwei wählen. Pro Woche sind dies insgesamt 4 Schulstunden. Solche Kurse tragen die Titel „Film“, „Nachhaltigkeit“, „Schulreporter“, „Social Media“ oder „Jahrbuch“. Es gibt also viel zu erfahren über die Möglichkeiten und Bildungswege an der Oberschule.
So ein Schnuppertag habe sich im Schulsystem durchaus etabliert, berichtet Bergfeld, aber jede Schule gehe und finde dabei ihren eigenen Weg. Neben dem Schnuppertag gebe es zusätzlich noch einen klassischen Informationstag, in der Regel im November. 2024 entschieden sich 124 Grundschüler für die Oberschule Garrel, sie sind auf fünf Klassen aufgeteilt. Vier im Oberschul- und eine im Gymnasialbereich. Diese eher kleinen, angenehmen Klassen hätten den Vorteil, dass die „individuelle Förderung sehr gut gewährleistet ist“, so Frederic Schiffer.
Info: Wer sich bereits im Vorfeld des Schnuppertages über die Oberschule Garrel informieren möchte, kann dies über die Homepage unter www.oberschule-garrel.de oder den schuleigenen Instagramaccount tun.