Wann wird der Bau des neuen Hauptschulgebäudes beginnen? Diese Frage stellen sich viele Dammer Bürger. Noch ist der genaue Starttermin nicht absehbar. Aber er scheint näher zu rücken.
Mike Otte, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice und Soziales und damit innerhalb der Verwaltung auch für die Schulen in städtischer Trägerschaft zuständig, hofft nach dem bereits vor einigen Monaten erfolgten Inkrafttreten des erforderlichen Bebauungsplanes "Schulzentrum" auf einen Baubeginn im Herbst.
Er geht von einer Bauzeit von etwa 2 Jahren aus. Der Wunsch der Stadtverwaltung sei es, dass das Gebäude, das an das der Realschule direkt angrenzt, zu Beginn des Schuljahres 2023/24 bezugsfertig ist.
Daran dürfte seiner Ansicht nach auch der Landkreis Vechta ein großes Interesse haben. Denn der hat der Stadt das Hauptschulgebäude abgekauft, um es nach dem Umzug dieser Schule in ihr neues Gebäude nicht mehr nur zur Hälfte, sondern komplett für das Gymnasium nutzen zu können. Es benötigt nach der Wiedereinführung des 9. Gymnasialjahrganges und damit steigender Schülerzahlen mehr Platz.
Deutlich zurückhaltender hinsichtlich des möglichen Baubeginns und der Fertigstellung äußert sich Architekt Georg Bocklage vom Architektenbüro Bocklage und Buddelmeyer in Vechta, das in einer europaweiten Ausschreibung den Auftrag für die Generalplanung des neuen Gebäudes erhalten hatte.
"Alles wird so schnell wie möglich gemacht."
Georg Bocklage, Architekt
Der Wunsch sei es, so früh wie möglich zu starten, sagte er nur. Auch zur zu erwartenden Bauzeit will er keine Prognose abgeben: "Alles wird so schnell wie möglich gemacht." Derzeit wartet das Büro auf die Erteilung der Baugenehmigung durch den Landkreis Vechta. Es sei offen, wann sie vorliege.
Dazu erklärt Mike Otte, die Dammer Verwaltung gehe davon aus, dass sie Anfang Mai eintreffen werde. Zuletzt hatte es noch beim Brandschutzkonzept für das neue Gebäude gehakt. Das liegt nach Worten Dieter Prues' vom Bauamt der Stadt der Kreisverwaltung vor. Aus Vechta habe es Signale gegeben, dass es in Ordnung ist.
Die Unterlagen für den Bauantrag sind komplett
Aus dem Kreishaus heißt es, die Bauantragsunterlagen seien komplett eingetroffen und befänden sich derzeit in der Bearbeitung. Der Landkreis würde sich freuen, wenn die Arbeiten am neuen Schulgebäude bald beginnen könnten.
Georg Bocklage unterstreicht, erst wenn die Kreisverwaltung dem Bauantrag zugestimmt habe, werde die Ausführungsplanung für die einzelnen Gewerke wie Erdarbeiten, Rohbau, Elektro und Sanitär starten, auf deren Grundlage die Ausschreibungen erfolgen werden. Und erst nach dem Abschluss des Ausschreibungsverfahrens könnte die Auftragsvergabe – und zwar europaweit – erfolgen.
Da äußern sich Mike Otte und Dieter Prues genauer zu ihren zeitlichen Vorstellungen. Klappe es mit der Baugenehmigung Anfang Mai, könnten Mitte Juni die Ausschreibungen raus. Dann hätten die Unternehmen 6 Wochen lang Zeit, ihre Angebote einzureichen.
Sind die kalkulierten Kosten von 10 Millionen Euro zu halten?
In dem Zusammenhang verweisen die beiden Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf einem Punkt: Der geschätzte Kostenrahmen von etwas mehr als 10 Millionen Euro wird sich wahrscheinlich nicht einhalten lassen. "Weniger wird es aber nicht", sagt Mike Otte. Die Entwicklung der Preise in den vergangenen Jahren lassen auf eine Steigerung schließen.
Einen Teil der Mehrkosten wird die Stadt wohl über Zuschüsse aus der Kreisschulbaukasse auffangen. Den größten Teil muss sie mit eigenen Mitteln finanzieren. Sowohl hinsichtlich der Kostenentwicklung als auch über den Baufortschritt will die Verwaltung neben den zuständigen politischen Gremien auch den Ratsarbeitskreis "Schul- und Kitabau" laufend unterrichten.