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Neuer Standort: Derby Cycle zieht in den Ecopark um

Derby Cycle baut ein neues Werk im Ecopark in der Gemeinde Emstek.

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Standort noch bis 2022: Derby Cycle fertigt zurzeit noch in der Stadt Cloppenburg. Foto: Hermes

Standort noch bis 2022: Derby Cycle fertigt zurzeit noch in der Stadt Cloppenburg. Foto: Hermes

Derby Cycle baut ein neues Werk im Ecopark in der Gemeinde Emstek. „Um die Kunden- und Marktnachfrage nach E-Bikes ,Made in  Germany´ auch europaweit besser bedienen zu können, hat Derby Cycle beschlossen, in den Bau einer neuen Fabrik zu investieren“, erklärte Pressesprecher Arne Sudhoff gestern auf Anfrage der MT.

Das neue Werk werde ab 2022 in Betrieb gehen und über moderne Fertigungsanlagen verfügen, die auf die Produktion von E-Bikes spezialisiert sind. „Damit können die Marken Kalkhoff, Focus und Raleigh noch besser der wachsenden Nachfrage nach E-Bikes in Deutschland und Europa nachkommen“, so Sudhoff weiter. Die neu aufgesetzte Fertigungsstruktur ermögliche eine höhere Tagesleistung bei größerer Effizienz. „Das neue Werk sichert langfristig eine große Anzahl an Arbeitsplätzen im Raum Cloppenburg“, sagt der Pressesprecher.

Wie es am alten Standort weitergehen soll, ist noch unklar. Sicher ist, dass ab 2022 dort nicht mehr gefertigt wird. Derzeit sei man mitten in den Planungen zum Neubau. „Wir bitten deshalb um Verständnis dafür, dass wir noch nicht im Detail sagen können, wie die Verwendung der alten Fabrik und des Geländes aussehen wird.“

„Wir haben Derby Cycle nicht abgeworben“, stellte derweil Uwe Haring, der Geschäftsführer des Ecoparks, klar. „Wir wussten bis zum Dienstagvormittag nur, dass Verdion auf einer reservierten Fläche einen Mieter für eine Produktionshalle sucht.“ Der auf Industrie und Logistik spezialisierte Immobilieninvestor hatte bereits im Sommer 2016 das neue Zentrallager für Derby Cycle gebaut und an die PON-Holding verpachtet, zu der Derby Cycle seit 2012 gehört.

Schon beim Kauf dieser Fläche habe Verdion eine Option auf ein benachbartes Grundstück erworben, erklärte Haring auf Nachfrage der MT. Der Verbandsausschuss und die Verbandsversammlung, die den Ecopark lenken, sind darüber seit 2015 informiert. Beiden Gremien des Zweckverbands gehören die Bürgermeister der beteiligten Kommunen an, darunter auch Dr. Wolfgang Wiese.

Cloppenburg verliert mit der Umsiedlung Gewerbesteuer-Einnahmen, aber nicht zu 100 Prozent. Was im Ecopark an Abgaben fällig wird, teilen sich Cloppenburg und Emstek zu je 40 Prozent und Cappeln zu 20 Prozent. Der Landkreis als Mitbetreiber geht leer aus.

Für den Ecopark ist die Umsiedlung „eine attraktive Ergänzung in einem Zukunftsmarkt“, meint Haring. Denn neben Derby Cycle haben sich in Drantum der deutsche Hersteller Hercules mit seiner Geschäftsführung und der Produktentwicklung und der Vertrieb des bulgarischen Produzenten und Großhändlers Cross angesiedelt. Das Zentrallager von PON bietet als bisher größte Einheit Platz für bis zu 150000 Fahrräder und kann täglich bis zu 4000 Fahrräder und E-Bikes ausliefern.

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