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Neuer Dompropst in Münster: Hans-Bernd Köppen folgt auf Kurt Schulte

Die Einführung ist am Dienstag. Schulte hatte Anfang September auf seine Ämter als Offizial, Dompropst und Domkapitular verzichtet. Laut Bistum hatte das keinen Zusammenhang mit erhobenen Vorwürfen

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Hans-Bernd Köppen (links) ist neuer Dompropst und damit Nachfolger von Kurt Schulte (rechts). Fotos: Bistum Münster / Archiv dpa

Hans-Bernd Köppen (links) ist neuer Dompropst und damit Nachfolger von Kurt Schulte (rechts). Fotos: Bistum Münster / Archiv dpa

Domkapitular Hans-Bernd Köppen ist neuer Dompropst am St.-Paulus-Dom in Münster. Er folgt damit auf Kurt Schulte, der aus Bösel im Landkreis Cloppenburg stammt und Anfang September auf seine Ämter als Offizial, Dompropst und Domkapitular verzichtet hatte. Das Domkapitel wählte den 62-Jährigen Köppen am Freitag zum Nachfolger von Schulte, wie das Bistum am Wochenende mitteilte.

Bischof Dr. Felix Genn bestätigte den Angaben zufolge die Wahl Köppens, der weiterhin Pfarrer von St. Lamberti in Münster bleiben wird. Domdechant Weihbischof Dr. Christoph Hegge wird Dompropst Köppen am Dienstag, 8. November, um 10.30 Uhr im St.-Paulus-Dom im Dankamt für den Großen Kaland in das Amt einführen.

Dompropst steht an Spitze des Domkapitels

Hans-Bernd Köppen wurde 1960 in Dinslaken geboren und 1986 zum Priester geweiht. Er hatte verschiedene Funktionen im Bistum inne, unter anderem war er von 1996 bis 2006 Studentenpfarrer der Katholischen Studentengemeinde in Münster. 2009 wurde er Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal im Bischöflichen Generalvikariat in Münster. Bereits 2007 wurde er Domvikar am St.-Paulus-Dom und 2010 Domkapitular. Seit 2017 ist er Pfarrer in Münster, St. Lamberti.

Als Dompropst steht Köppen an der Spitze des Domkapitels. Das Domkapitel ist ein Kollegium von Priestern, das sich insbesondere um die Gestaltung der Gottesdienste im St.-Paulus-Dom kümmert und zudem den Bischof bei der Leitung des Bistums unterstützt. Zu den Aufgaben des Domkapitels gehört auch die Wahl des Bischofs.

Schulte war von 2013 bis zur Beurlaubung im Juni 2022 Dompropst

Laut dem Preußen-Konkordat von 1929, das der Heilige Stuhl und der preußische Staat geschlossen haben, gehören dem Münsteraner Domkapitel neben dem Dompropst und dem Domdechanten acht residierende und sechs nicht residierende Domkapitulare an. Erstere wohnen in Münster, letztere in der Regel nicht. Der Dompropst leitet die regelmäßigen Sitzungen des Domkapitels und vertritt es nach außen. Er ist Hausherr des St.-Paulus-Doms.

Köppen ist der Nachfolger von Kurt Schulte, der seit 2013 an der Spitze des Domkapitels stand – bis zu seinem Amtsverzicht Anfang September dieses Jahres. Schulte hatte zuvor in Lohne als Kaplan und in Vechta sowie in Dinklage als Pfarrer gearbeitet. Am 24. Juni war er auf eigenen Wunsch bis auf Weiteres von seinen Ämtern als Offizial und Dompropst von Bischof Genn zunächst beurlaubt worden.

Gegen Schulte war der Vorwurf grenzüberschreitenden, unangemessenen Verhaltens erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft hatte es abgelehnt, Ermittlungen aufzunehmen, da die dargestellten Sachverhalte unter keine strafrechtliche Vorschrift fielen (OM-Online berichtete). Laut Bistum sollte aber eine kirchenrechtliche Voruntersuchung durchgeführt werden. Der Amtsverzicht Schultes Anfang September dieses Jahres habe nicht mit den erhobenen Vorwürfen zusammengehangen, hatte das Bistum im September mitgeteilt, ohne nähere Angaben dazu.

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