Neuenkirchen-Vörden setzt auf Tempolimit für die Holdorfer Straße
Zudem haben Radfahrer künftig die Wahl: Sie können den Geh- und Radweg oder die reguläre Fahrbahn nutzen.
Ella Wenzel | 17.07.2021
Zudem haben Radfahrer künftig die Wahl: Sie können den Geh- und Radweg oder die reguläre Fahrbahn nutzen.
Ella Wenzel | 17.07.2021

Hier gilt künftig Tempo 30; bislang ist Tempo 50 erlaubt. Foto: E. Wenzel
Noch gilt Tempo 50 für die Holdorfer Straße in Neuenkirchen-Vörden. Das aber soll sich ändern. Die Gemeinde hatte nach eigenen Angaben den Antrag auf eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 an den Landkreis gestellt. Der Grund: Allein durch die Schulen ist viel los auf der Holdorfer Straße. Neben der Oberschule liegt an der Straße auch die Zufahrt Im Herrengarten, die zur Grundschule führt. Auch die Fahrradfahrer in der Gemeinde sollten sich umstellen. Die innerörtliche Beschilderung in Neuenkirchen sei geändert worden, erklärt die Verwaltung. Radfahrer dürfen sich nun aussuchen, ob sie auf den kombinierten Geh- und Radwegen bleiben, oder auf der eigentlichen Straße unterwegs sind, erläutert Bürgermeister Ansgar Brockmann. Norbert Steinkamp vom Bauamt Neuenkirchen mahnt: Immer Rücksicht auf den schwächeren Verkehrsteilnehmer nehmen. Konkret: Ist der Radler auf dem Geh- und Radweg, hat der Fußgänger Vorgang. Ist der Radler auf der Fahrbahn, müssen Auto- oder Lkw-Fahrer gut auf ihn aufpassen. Allerdings: Es gebe immer wieder Missverständnisse, wenn etwa ein Radler die Straße überqueren wolle. Dann habe der Autofahrer Vorfahrt. Des Weiteren sei Vorsicht nötig, wenn es eng auf den Wegen wird. Eigentlich seien für offene Rad- und Gehwege mindestens eine Breite von 2,50 Meter nötig, erklärt der Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen. Das sei an vielen Stellen in Neuenkirchen nicht gegeben. Besonders durch E-Bikes und Lastenfahrrädern könnten sich bei schmalen Wegen brenzlige Situationen entwickeln. Mit der Änderung der Bestimmungen werden auch die Schilder sich ändern. Als Beispiel bringt der Bauamtsleiter die rote Markierung an der Kreuzung bei der Tankstelle Timmer an. Diese passe nun nicht mehr und werde im Zuge einer Sanierung der K 277/Bergstraße Neuenkirchen entfernt. Allerdings: Die Sanierung sei auf das Frühjahr 2022 verschoben worden. Sie wird die Strecke von der Kreuzung an der Tankstelle Timmer (K 276) bis zur Autobahn A 1 betreffen, sagt Rolfsen. Es werde im Auftrag des Straßenbaulastträgers, des Landkreises Vechta, ein neuer Regenwasserkanal verlegt.
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