Das aus zwei Gleichstrom-Erdkabelsträngen bestehende Trassenprojekt namens "Korridor B" wird nach neuestem Stand in weiten Teilen durch den Landkreis Cloppenburg verlaufen. Netzbetreiber Amprion hat am Mittwoch (17. August) den aus seiner Sicht am besten geeigneten Verlauf vorgestellt. Demnach wären zahlreiche Kommunen zwischen Barßel und Löningen vom Bau der insgesamt 10 Milliarden Euro teuren Stromautobahn betroffen. Der Landkreis Vechta bliebe außen vor.
Ein in Heide (Schleswig-Holstein) beginnender Kabelstrang würde den Angaben zufolge – über Großenkneten (Landkreis Oldenburg) kommend – südlich von Beverbruch das Cloppenburger Kreisgebiet erreichen und über Varrelbusch bis nordwestlich der Stadt Cloppenburg (Höhe Ambühren) verlaufen.
Dort ist der Zusammenschluss mit einem aus Wilhelmshaven kommenden Erdkabel vorgesehen. Dieses wiederum soll bei Harkebrügge in den Cloppenburger Raum eindringen und zunächst östlich von Friesoythe, dann nördlich von Bösel und westlich von Garrel bis nach Ambühren reichen.
Baustart für das Jahr 2027 geplant
Anschließend ist geplant, dass die beiden Stränge auf einer Strecke von insgesamt 62 Kilometern parallel zueinander verlaufen. Und zwar vorbei an Molbergen (südlich), Lastrup (nördlich) und Löningen (nordwestlich) in Richtung Landkreis Osnabrück.
Mit diesem Trassenvorschlag will Amprion im September das zweistufige Genehmigungsverfahren bei der Bundesnetzagentur eröffnen. Zunächst wird in der sogenannten Bundesfachplanung ein grober, etwa 1000 Meter breiter Korridor festgelegt. Im anschließenden Planfeststellungsverfahren geht es um den metergenauen Verlauf. Geplant ist ein Baustart im Jahr 2027 und eine Inbetriebnahme Anfang der 2030er Jahre.
Hinweis: Einen ausführlichen Bericht zu den Planungen für den Leitungskorridor gibt es heute Abend bei OM-Online.