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Netzwerk gewährleistet gute Versorgung

Das Hospiz „wanderlicht“ in Cloppenburg hat einen Kooperationsvertrag mit drei verschiedenen Einrichtungen geschlossen.

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Partnerschaft besiegelt: Heike Büssing, Erika Thoben, Ilona Konken, Anne Rameil und Dr. Aloys Klaus haben die bisherige Zusammenarbeit noch einmal schriftlich fixiert (von links).Foto: Hermes

Partnerschaft besiegelt: Heike Büssing, Erika Thoben, Ilona Konken, Anne Rameil und Dr. Aloys Klaus haben die bisherige Zusammenarbeit noch einmal schriftlich fixiert (von links).Foto: Hermes

Ihre Zusammenarbeit haben das Hospiz „wanderlicht“, die Palliativstützpunkte Cloppenburg und nördliches Emsland sowie der Pflegedienst Hasetal nun offiziell schriftlich festgehalten. „Wir arbeiten schon seit unserem ersten Tag eng zusammen“, erklärte Geschäftsführerin Heike Büssing gestern.

In der Hospiz- und Palliativ- arbeit sei ein gutes Netzwerk besonders wichtig. „Man muss viele Akteure ins Boot holen, um die bestmögliche Versorgung zu organisieren“, so Büssing weiter. Man müsse dabei manchmal kurzfristig und flexibel reagieren können. Die nun schriftlich fixierte Kooperation solle das gute Verhältnis nochmals deutlich machen.

„Lücke in der Versorgung wurde geschlossen“

Dr. Aloys Klaus

Dr. Aloys Klaus von der Kleebaumstiftung bedankte sich ebenfalls bei allen Beteiligten. „Es herrscht eine reibungslose Zusammenarbeit“. Der Bau des stationären Hospizes habe sich als richtig erwiesen.

„Wir haben durchgängig eine volle Auslastung und somit eine echte Versorgungslücke im Landkreis geschlossen.“ Wichtig bei den Kooperationen sei die Durchlässigkeit in beide Richtungen. Falls sich jemand im Hospiz wieder stabilisiere, könne er auch wieder zurück in die gewohnte Umgebung zu Hause.

Wie Ilona Konken vom Palliativstützpunkt nördliches Emsland berichtete, habe sich die Art der Versorgung verändert. Immer mehr Menschen würden in ein stationäres Hospiz gehen. „Oft ändern sich die Familienstrukturen und die Pflege zu Hause kann nicht mehr geleistet werden. Oder es sind Alleinstehende“.

Netzwerker sprechen fachlich dieselbe Sprache

Von den Beratungsstrukturen der einzelnen Einrichtungen erzählte Erika Thoben vom Palliativstützpunkt Cloppenburg und Nordkreis Vechta. „Wir versuchen, Betroffene gemeinsam zu informieren, um den richtigen Weg zum richtigen Zeitpunkt zu finden“. Viele Menschen würden auch über viele Jahre begleitet. „Dabei hat das Selbstbestimmungsrecht neben der Lebensqualität oberste Prämisse“, sagt Thoben. Viele Anlaufstellen seien notwendig, da auch die Themenvielfalt in diesem Bereich gestiegen sei.

Anne Rameil vom Pflegedienst Hasetal lobte ebenfalls das Netzwerk: „Wir arbeiten gut zusammen. Man kennt sich und spricht auch fachlich eine Sprache“.

Die Coronazeit habe auch die Pflege verändert. Körperlichkeit, Gestik und Mimik seien leider eingeschränkt. Das Hospiz hatte zu Beginn auch die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer ausgesetzt. „Nun läuft alles in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wieder an“, erklärt Büssing. Alle waren froh, dass zumindest die Besuche eingeschränkt noch möglich waren.

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